Hof/Wunsiedel - Die Sparkasse Hochfranken dünnt ihr Filialnetz in der Stadt Hof sowie in den Landkreisen Hof und Wunsiedel aus. Wegen des Booms beim Online-Banking schließen 2027 sieben Standorte.

Der Trend zum digitalen Bankgeschäft trifft Franken erneut: Die Sparkasse Hochfranken hat angekündigt, im Laufe des Jahres 2027 sieben ihrer bislang 37 Geschäftsstellen in der Stadt und im Landkreis Hof sowie im Landkreis Wunsiedel dauerhaft zu schließen. Als Hauptgrund nennt das Kreditinstitut das veränderte Kundenverhalten sowie den demografischen Wandel in der Region.

Von den Schließungen betroffen sind im Hofer Stadtgebiet die Filialen Hof-Moschendorf und Hof-Rathaus. Im Landkreis Hof machen die Geschäftsstellen in Feilitzsch und Geroldsgrün dicht, im Landkreis Wunsiedel betrifft es die Standorte Röslau, Schirnding und Tröstau. „Wir machen uns solche Entscheidungen nicht leicht“, betont Andreas Pöhlmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochfranken.

Online-Banking boomt, Kundenzahlen sinken

Vor dem Entschluss habe die Sparkasse umfassende Nutzungsdaten ausgewertet. Das Ergebnis zeigt eine klare Entwicklung: Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte digital über Online-Banking oder Apps, während die persönlichen Besuche vor Ort kontinuierlich zurückgehen. Gleichzeitig schrumpft durch den Bevölkerungsrückgang in der Region die Gesamtzahl der Kunden.

Ganz verschwinden wird die Sparkasse an den meisten Orten jedoch nicht: An den fünf Standorten außerhalb des Hofer Stadtgebiets bleiben die Geldautomaten und SB-Terminals für die Bargeldversorgung erhalten.

Keine Kündigungen und längere Öffnungszeiten

Für die Beschäftigten der betroffenen Filialen gibt es Entwarnung: Betriebsbedingte Kündigungen schließt die Bank aus. Die Beraterinnen und Berater wechseln gemeinsam mit ihren Kundenstämmen in benachbarte Geschäftsstellen, um die persönliche Betreuung fortzuführen.

Um den Wegfall der Standorte zu kompensieren und Wartezeiten zu vermeiden, erweitert die Sparkasse Hochfranken die Servicezeiten in den verbleibenden Filialen. Künftig sollen beispielsweise alle Geschäftsstellen donnerstags einheitlich bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Zudem sind individuelle Beratungstermine nach Vereinbarung außerhalb der regulären Zeiten möglich. Betroffene Kunden werden in Kürze direkt informiert.