
Nachrichten tippe ich am liebsten mit einer Hand, im Vorbeigehen, zwischen Tür und Angel. Sobald es aber um Serien, Dokumente oder ein Video-Telefonat geht, kann das Display gar nicht groß genug sein. Genau dieses Dilemma soll das iPhone Duo lösen, Apples erstes faltbares Smartphone, das sich ab dem 16. Oktober vorbestellen lässt – und zwar nicht nur im hauseigenen Online-Shop.
Dass Apple sieben Jahre nach Samsungs erstem Galaxy Fold nachzieht, hat natürlich für Furore gesorgt. Was kann das Duo, was die Konkurrenz nicht längst kann? Und rechtfertigt das einen Preis, der bei 2299 Euro startet?
Falz und Wasserschutz: Wo das iPhone Duo die Konkurrenz aussticht
Bei faltbaren Smartphones gilt die sichtbare Kniffkante seit Jahren als größter Schwachpunkt. Apple begegnet dem beim iPhone Duo mit einer matten Nanotextur-Beschichtung auf dem 7,6 Zoll großen Innendisplay, die die Falte im Betrieb praktisch verschwinden lässt.
Noch wichtiger: Das Duo ist nach IP68 zertifiziert, geprüft nach der strengen IEC-Norm 60529, und übersteht einen Tauchgang bis sechs Meter Tiefe für 30 Minuten. Samsungs Galaxy Z Fold8 schafft das nicht – dort ist zwar Wasser kein Problem, Staub aber schon. Ein Rahmen aus Titan der Güteklasse 5, Ceramic Shield 2 und ein Scharnier aus über 100 Einzelteilen sollen zusätzlich dafür sorgen, dass das Falthandy tägliches Auf- und Zuklappen über Jahre übersteht.
iPhone Duo ab 16. Oktober, 14 Uhr vorbestellbar:
A20 Pro, eigenes Modem und ein Display mit 3.000 Nits
Unter der Haube arbeitet der neue A20-Pro-Chip, erstmals kombiniert mit Apples hauseigenem Mobilfunk-Chip C2. Damit verabschiedet sich Apple beim iPhone Duo komplett von Qualcomm-Modems. Das Hauptdisplay läuft mit 120 Hz und erreicht eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits, selbst bei direkter Sonne bleibt der große Bildschirm also gut ablesbar.
Was erste Tester zum iPhone Duo sagen
Vor dem offiziellen Verkaufsstart durften einige Fachredaktionen das Duo bereits kurz ausprobieren. Computer Bild bezeichnet es als die größte iPhone-Neuheit seit dem allerersten iPhone, getragen von der kaum sichtbaren Falz und dem großen Innendisplay.
Auch beim österreichischen Portal futurezone fiel der erste Eindruck überraschend positiv aus – weniger wegen der Hardware, sondern wegen der Software, die sauber auf das neue Faltformat abgestimmt sei. Dass Apple dabei keine Kompromisse bei der Rechenleistung eingeht, zeigt ein erster Geekbench-Benchmark: Mit 3986 Punkten im Single-Core- und 11.067 Punkten im Multi-Core-Test bewegt sich das Falthandy auf dem Niveau des iPhone 18 Pro.
Die Konkurrenz im Lästermodus
Dass Apples Einstieg ins Falthandy-Segment Wellen schlägt, zeigt sich schon vor dem Verkaufsstart. Nothing-CEO Carl Pei bezeichnete das iPhone Duo öffentlich als „Geldverschwendung“: Nutzer zahlten einen deutlichen Aufpreis für einen größeren Bildschirm und eine aufwendige Falt-Animation, während Kernfunktionen wie Face ID fehlten. Selbst Pei räumte aber ein, dass Apple nach wie vor für seine Liebe zum Detail bekannt ist.
Diese Kompromisse gehst du beim iPhone Duo ein
So beeindruckend die Technik ist, ganz ohne Abstriche kommt Apples erstes Falthandy nicht aus. Face ID gibt es nicht, stattdessen sitzt Touch ID in der Seitentaste – vermutlich, weil im nur 5,2 Millimeter dünnen, aufgeklappten Gehäuse kein Platz für die TrueDepth-Sensoren bleibt. Bei der Kamera musst du ebenfalls Abstriche machen: Eine Telelinse und ein LiDAR-Scanner fehlen komplett, die Frontkamera löst mit 12 statt 18 Megapixel beim iPhone 18 Pro auch spürbar geringer auf.
Hinzu kommen eine kürzere Akkulaufzeit im aufgeklappten Zustand und ein Gewicht von 254 Gramm, spürbar mehr als bei einem klassischen iPhone. Wie langlebig das Faltdisplay im Alltag über Jahre bleibt, muss sich als Gerät der ersten Generation ohnehin erst noch zeigen.
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Die Alternativen: Samsung Z Fold8 und iPhone 18 Pro Max
Wer auf ein Falthandy aus ist, kommt an Samsungs Galaxy Z Fold8 kaum vorbei. Dank 30 % Amazon-Rabatt ist es um 890 Euro günstiger als das iPhone Duo, bietet mit einer Telekamera sogar ein echtes Kamera-Plus. Dafür fehlt dem Fold8 im Vergleich zum Duo der Staubschutz nach IP68. Wer dagegen vor allem Wert auf die beste iPhone-Kamera legt und auf das Falt-Feature verzichten kann, ist mit dem iPhone 18 Pro Max weiterhin besser bedient. Es bietet variable Blende, Pro-Kamerafunktionen und einen deutlich niedrigeren Einstiegspreis.
Zum Vorbestellstart des iPhone Duo: 30 % Rabatt auf Galaxy Z Fold8
Ab wann, wo und zu welchem Preis: Die Eckdaten zur Vorbestellung
Ab 16. Oktober, 14 Uhr, startet die Vorbestellung für das iPhone Duo – direkt bei Apple, aber auch bei Amazon und MediaMarkt . Der Einstiegspreis liegt bei 2299 Euro, die größte Speichervariante mit 2 Terabyte kostet bis zu 3799 Euro. Verkaufsstart im Handel ist dann eine Woche später, am 23. Oktober. Apples Falthandy gibt es in den Farben Sternenweiß und Nachthimmel.
Ab 16. Oktober, 14 Uhr: iPhone Duo bei Amazon vorbestellen
Für wen lohnt sich das iPhone Duo – und für wen nicht?
2299 Euro sind viel Geld, keine Frage. Im Vergleich zum iPhone 18 Pro Max, das bereits ab 1449 Euro startet, zahlst du beim Duo also einen deutlichen Aufpreis für das Faltformat. Lohnen kann sich das vor allem für Vielnutzer, die unterwegs regelmäßig mehrere Apps gleichzeitig offen haben, lange Dokumente lesen oder auf ein zusätzliches Tablet verzichten wollen. Wer ohnehin beruflich viel am Smartphone arbeitet oder Wert auf das größtmögliche iPhone-Display legt, bekommt hier aktuell das einzige faltbare iPhone am Markt.
Weniger geeignet ist das Duo für alle, die in erster Linie eine starke Kamera erwarten oder bei Preis und Gewicht sparen wollen. Hier liefert das iPhone 18 Pro Max mit Telelinse, variabler Blende und spürbar geringerem Gewicht nach wie vor das rundere Gesamtpaket.
Wer sich entschieden hat, dem iPhone Duo eine Chance zu geben, sollte angesichts der zu erwartenden Lieferengpässe nicht zu lange zögern. Vor allem im Apple-Shop dürfte das erste Kontingent rasch vergriffen sein. Mehr Chancen hat man oft bei Händlern wie Amazon .
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