
Ende 2025 startet die Influencerin „Kim is in a mood“ mit ihrem Kollegen Marek Fritz einen Livestream, der den Beiden bis heute nachhängt. Die beiden filmten sich gegenseitig, wie sie lachend über den Zaun des Stadionbades klettern. Dabei adressierten Sie bewusst ihre Zuschauer mit Zitaten wie: „Ihr denkt auch DDR-Grenze“.
In einer neueren Folge ihres Podcasts „$hz wir müssen reden“ greifen die Influencer das Thema erneut auf, zeigen sich vorerst wenig einsichtig: „You seem like a Freibad einbrechen expert“. Später ändert sich Ihre Einstellung dazu und sie appellieren an ihre Fans zum Nicht-Nachahmen. Außerdem spricht Kim leicht amüsiert über die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens: „Wir mussten 750 Euro für die Bäume in der Stadt Nürnberg spenden und das habe ich mit Herz gemacht“. Auch die Reaktion der Eltern wurde von den Influencern aufgegriffen, so sagt Marek Fritz: „Meine Mutter schickt mir das und meinte so: Marek, Marek, Marek“ als es über repostete Clips der Tat geht.
Stadt Nürnberg meldet sich: Einbruch kann tödlich enden
Nicht so spaßig sieht das die Stadt Nürnberg. Sie warnt vor Einbrüchen in Freibädern, da viele im Leichtsinn die gefährlichen Risiken außer acht lassen. Erst vor ein paar Jahren sind in einem Kulmbacher Bad zwei Menschen während eines Einbruchs gestorben. Sie wollten von einem Turm ins Becken springen und haben aufgrund der Dunkelheit nicht gesehen, dass unter Ihnen gar kein Wasser war. “Wir sind heilfroh, dass in diesem Fall niemand zu Schaden gekommen und niemand verletzt wurde. Und wir hoffen, dass die beteiligten Personen und deren Follower die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen“, sagt ein Sprecher der Stadt Nürnberg zu dem Vorfall.
Auch das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt vor derartigen Aktionen. Hausfriedensbruch ist eine Straftat und kann bis zu einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr führen. „Was am Anfang nach einem lustigen Abenteuer klingt ist eine Straftat und kann schwere Folgen haben. Da muss sich jeder selber die Frage stellen, ob sich das für einen lohnt“, warnt Michael Petzold, Pressesprecher vom Polizeipräsidium Mittelfranken.
Auf eine Anfrage unserer Redaktion nach einem Statement haben sich die Infleuncer „Kim is in a mood“ und Marek Fritz bislang nicht weiter gemeldet.
