Erlangen/Nürnberg - Wo gibt es gute Bildungschancen, starke Arbeitsmärkte und gute Bedingungen für die Zukunft? Eine neue Studie hat Deutschlands Regionen unter die Lupe genommen. Das sind die Ergebnisse für Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Erlangen gehört auch 2026 zu den zukunftsfähigsten Regionen Deutschlands. In der neuen Studie „Die demografische Lage der Nation“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung landet Erlangen auf Platz sieben unter 400 Landkreisen und kreisfreien Städten bundesweit. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt schafft es sogar auf Rang fünf.

In der Studie wurde untersucht, wie gut die Regionen für den demografischen und wirtschaftlichen Wandel gerüstet sind, etwa in Sachen Alterung der Gesellschaft und Fachkräftemangel. Dafür bewerteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 26 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Wirtschaft, Bildung sowie Soziales und Familienfreundlichkeit. Zusätzlich floss eine Bevölkerungsprognose bis 2045 ein. Daraus ergibt sich eine Bewertung in Schulnoten-Format.

Mit einer Gesamtnote von 2,56 bleibt Erlangen in der bundesweiten Spitzengruppe, auch wenn die Stadt gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2019 von Platz fünf auf Rang sieben zurückfällt. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt dagegen ist von Rang 16 auf Platz fünf aufgestiegen.

Besonders gut schneidet die Stadt Erlangen im Bereich Bildung ab. Dort erhält die Stadt die Note 1,5 und gehört damit zu den bundesweit besten Regionen. Oberbürgermeister Jörg Volleth führt das Ergebnis auf die Rolle Erlangens als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zurück, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Auch in den Gebieten Wirtschaft (2,7) und Demografie (2,5) schneidet Erlangen besser als der Durchschnitt ab. Lediglich im Bereich Soziales landet die Stadt mit der Note 3,5 genau im Mittelfeld.

Nürnberg landet im Mittelfeld: So schneidet Fürth ab

Fürth erreicht im Vergleich eine Gesamtnote von 3,1. Besonders stark ist Fürth im Bereich Wirtschaft mit der Note 2,8. Bei Bildung liegt die Stadt ebenfalls im guten Bereich (2,8). Schwächen zeigen sich dagegen in den Kategorien Demografie und Soziales. Letztere wird mit der Note 4,2 bewertet.

Für Nürnberg fällt die Bilanz etwas schlechter aus. Die Stadt kommt auf die Gesamtnote 3,5 und liegt damit praktisch auf Höhe des bundesweiten Medianwerts von 3,49. Im Vergleich zu Erlangen schneidet Nürnberg insbesondere in den Kategorien Wirtschaft (3,5) und Soziales (4,2) deutlich schwächer ab. Die Bildungsnote liegt bei 3,0.

Damit zeigt sich innerhalb der Metropolregion ein deutlicher Unterschied: Während Erlangen bundesweit zur Elite zählt, bewegt sich Nürnberg eher im Mittelfeld. Fürth nimmt eine Zwischenposition ein.

Zukunftsfähigkeit: Bayern dominiert deutschlandweit

Bayern ist im Spitzenfeld der Studie besonders stark vertreten: 18 der 20 bestplatzierten Regionen Deutschlands liegen im Freistaat. Neben Erlangen gehören Ingolstadt, Regensburg und München zu den wenigen Großstädten, die es in die Top 20 schaffen. Viele bayerische Regionen profitieren laut Studie von starken Arbeitsmärkten, hoher Erwerbsbeteiligung und vergleichsweise guten Bildungswerten.