Nürnberg - Ein Mann behauptet, in seinem Rucksack stecke eine Bombe und löst damit am Samstagmorgen einen Großeinsatz am Nürnberger Hauptbahnhof aus. Die Mittelhalle wird gesperrt, der Entschärfungsdienst rückt an.

Ein 41-Jähriger hat am Samstagmorgen am Nürnberger Hauptbahnhof einen Großeinsatz ausgelöst. Der Mann gab am Informationsschalter in der Mittelhalle einen Rucksack ab und teilte dem Personal mit, darin befinde sich eine Bombe. Dann verschwand er.

Die Bundespolizei räumte die Mittelhalle umgehend und sperrte sie ab. Spezialisten des Entschärfungsdienstes untersuchten den Rucksack, fanden aber keinen Sprengstoff. Gegen 10 Uhr war die Sperrung aufgehoben, der Betrieb im Bahnhof lief wieder normal. Der Mann selbst blieb zunächst unbekannt. Doch gegen 11.45 Uhr tauchte er erneut im Hauptbahnhof auf und wurde von Bundespolizisten erkannt und festgenommen.

Warum der Mann die Bombendrohung aussprach, blieb zunächst unklar. Die Beamten beschrieben ihn als teilweise verwirrt. Da sie außerdem Alkoholgeruch wahrnahmen, ordneten sie eine Blutentnahme an. Anschließend durchsuchten Einsatzkräfte seine Wohnung, wobei sich auch dort keine Sprengmittel fanden.

Die Nürnberger Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein. Der Mann ist vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft; am Sonntag sollte ein Ermittlungsrichter über den Antrag entscheiden.


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