
Es ist eine Nachricht, der aktuell nachweislich auch seinen Weg nach Franken gefunden hat und die im Extremfall für entsprechende Personen, die darauf eingehen, mit einem finanziellen Fiasko aufwachen könnten. Worum geht es hier genau? Der Reihe nach. Aktuell wird ein Schrieben via Mail verschickt, das angeblich von der Deutschen Bank stammen solle. So werde man in der Nachricht anschließend darüber informiert, dass das Institut Neuigkeiten bereitgestellt habe. Diese könne man sofort einsehen, wenn man auf den mit beigefügten Link klicke. An dieser Stelle sei aber bereits direkt gesagt: Es handelt sich hier nicht wirklich um eine seriöse Nachricht, die seitens des Kreditunternehmens verschickt wurde.
Schaut man sich die Mail genauer an, sollten schnell die ersten Alarmglocken läuten.
- so wird hier plötzlich die Spotify-Domain als E-Mail-Kontakt für die Deutsche Bank genannt
- zudem wird auf eine merkwürdige, nicht vorhandene Adresse mit hoher Hausnummer (4911) verwiesen
- Der Absender wird lediglich als das „Servicezentrum“ betitelt.
Niemals würde sich ein weltweit agierendes Unternehmen wie die Deutsche Bank derartig in der Kommunikation mit Kundinnen und Kunden verhalten. Auch ein User aus der Region hat diese Mail erhalten und sich damit an nordbayern gewendet.
In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.
Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhältst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.
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