
Seit knapp 20 Jahren steht die Gebirgskaserne im bayerischen Mittenwald immer wieder in den Schlagzeilen. Grund dafür sind mehrere Skandale. Jetzt ist ein 23-jähriger Rekrut wenige Tage nach Dienstantritt verstorben.
Wer Gebirgsjäger werden will, muss sich schon vorher beweisen, meistens haben bereits die Rekruten den höchsten Tauglichkeitsgrad T1. Ein 23-Jähriger ist jetzt während der besonders harten Sportausbildung zusammengebrochen. Er wurde zwar in das Sanitätszentrum der Mittenwalder Edelweiß-Kaserne gebracht und dort wieder reanimiert, musste danach aber trotzdem in ein Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen eingeliefert werden, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt. Dort ist der Rekrut in Anwesenheit seiner Familie verstorben.
Jetzt soll untersucht werden, warum der junge Mann sterben musste. „Der Vorfall wird mit allem Nachdruck und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden untersucht“, hieß es in der Mitteilung der Bundeswehr-Gebirgsjägerbrigade 23.
Fotos mit Leichen und Ekelrituale
Das ist nicht der erste Vorfall der Gebirgsjäger, der medial die Runde macht. Bereits 2006 gab es Kritik, da sich Soldaten nach ihrem Afghanistan-Einsatz auf Fotos posierend mit Totenköpfen und menschlichen Gebeinen zeigten. Des Weiteren wurde 2010 bekannt, dass Neuankömmlinge an der Kaserne mit erniedrigenden Aufnahmeritualen, den Fuxtests, schikaniert worden seien. Dazu gehörten Aufgaben wie der Verzehr von roher Schweineleber und erzwungener Alkoholkonsum bis zum Erbrechen.
