Bamberg - Mehrere Vollbremsungen, Gefährdungen und Wheelies auf der Straße. Ein 18-Jähriger liefert sich in Franken eine waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Bereits am Montagabend fiel einer Zivilstreife der Verkehrspolizei ein junger Kradfahrer mit einer Aprilia auf. Dieser fuhr bei Viereth-Trunstadt von der A70 ab und legte mehrere Wheelies hin, wie die Bamberger Polizei in einer Mitteilung berichtet. Von einem Wheelie wird gesprochen, wenn der Fahrer nur den Hinterreifen beim Fahren nutzt.

Neben der „gefährliche Schräglage“ fiel den Beamten auch auf, dass der Kradfahrer teilweise mit 112 Stundenkilometern durch die 50er-Zone brauste. Außerorts hätte er seine Geschwindigkeit laut Polizeiinformationen dann auf bis zu 166 Kilometer pro Stunde erhöht und dabei mehrere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht, weshalb die Beamten eine Verkehrskontrolle einleiteten.

Daraus entwickelte sich eine regelrechte Verfolgungsjagd. Die Beamten schalteten Blaulicht, Sirene und Anhalte-Signal ein, um den Biker zu erwischen. Dieser gab jedoch Vollgas und erhöhte auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 189 Kilometer pro Stunde, nur vier Kilometer langsamer als die Höchstgeschwindigkeit seiner Maschine, und das auf einer Strecke, auf der eigentlich nur 70 Stundenkilometern erlaubt gewesen wären. Dabei soll er erneut durch rasante Überholmanöver andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben, so die Polizei weiter. Während der Verfolgung zwang er bei einer Kreuzung mehrere Autos zur Vollbremsung. Um nicht noch mehrere schwere Verkehrsunfälle zu riskieren, brach die Polizei die Verfolgungsjagd schließlich ab.

Geständnis kam schnell

Wenig später wurde der 18-jährige Biker beim Haus seiner Eltern angetroffen. Konfrontiert mit der starken Beweislast räumte er die Fahrt schnell ein und erklärte sein Verhalten mit der Angst vor einer Polizeikontrolle. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde sein Führerschein sichergestellt. Er muss sich nun neben zahlreicher Verkehrsverstöße wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenem Kraftfahrzeugrennen mit Gefährdung verantworten.


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