
Mit Grabungen in der Oberpfalz suchen Polizistinnen und Polizisten nach der seit 2007 vermissten Kerstin Lee Langley. Grund seien neue Hinweise in dem Fall, die „einen Wiesen- und Waldbereich als möglichen Fundort der Vermissten vermuten lassen“, teilte die Polizei mit. Als Ort des Einsatzes wurde die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz genannt - in der Nähe des dortigen Flugplatzes.
Schon 2024 hatten Polizistinnen und Polizisten auf der Suche nach den sterblichen Überresten einen Teil des Paintner Forsts westlich von Regensburg durchsucht. Die Suchaktion ging auf den Hinweis eines Mannes nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ zurück, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz damals sagte.
Der Hinweisgeber aus Nordrhein-Westfalen bezeichnete sich demnach selbst als Seher, er hatte den Angaben zufolge Infos zum möglichen Ort der Leiche der Frau per Mail übermittelt. Da der Fall aber bereits so lange ungeklärt sei und es sonst keine Hinweise gebe, habe sich die Polizei entschieden, diesen Hinweis zu überprüfen, sagte der Sprecher.
Polizei ging sogar Hinweisen von angeblichem „Seher“ nach
Bei der Suche mit rund 40 Kräften fanden die Ermittlerinnen und Ermittler aber lediglich Überreste, bei denen es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein totes Tier handelte.
Der Bruder der damals 39 Jahre alten Kerstin Lee Langley hatte sie im Sommer 2007 als vermisst gemeldet. Ihr damaliger Lebensgefährte gab laut den Ermittlerinnen und Ermittlern an, sie habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren.
Bisher gelang es der Polizei nicht, diesen „alten Freund“ ausfindig zu machen. Ein Tatverdacht gegen den Lebensgefährten, zu dem die Frau einige Zeit zuvor nach Regensburg gezogen sei, habe sich nicht erhärtet. Das bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise eine Belohnung von 10.000 Euro ausgeschrieben.
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