Erlangen - Eine aus dem Ruder gelaufene Ticketkontrolle hat für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der Beschuldigte eröffnete deshalb eine Prügelei am Bahnsteig. Auch Reizgas wurde versprüht.

Eine eskalierte Fahrscheinkontrolle in einer S-Bahn in Erlangen sorgt für strafrechtliche Folgen für Fahrgast und Kontrollkraft. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ermittelt nun wegen Körperverletzung.

Gegen 15.10 Uhr wurde die Bundespolizei über die Auseinandersetzung am Haltepunkt Paul-Gossen-Straße informiert. Beim Eintreffen der Bundespolizisten befanden sich bereits mehrere Einsatzkräfte der Landespolizei sowie zwei Rettungswagen vor Ort.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit einen 24-Jährigen in einer S-Bahn der Linie S1 zwischen Erlangen-Bruck und Erlangen kontrolliert. Bei der Fahrkartenkontrolle stellten die Sicherheitsmitarbeiter eine Unregelmäßigkeit fest. Hieraus entwickelte sich zunächst eine verbale Streitigkeit.

Da sich der Mann nach bisherigen Erkenntnissen zunehmend aggressiv verhielt, forderten ihn die Mitarbeiter der DB Sicherheit auf, die S-Bahn zu verlassen. Dieser Aufforderung soll der 24-Jährige nicht nachgekommen sein. Als die Sicherheitsmitarbeiter ihn daraufhin aus dem Zug begleiten wollten, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die sich auf den Bahnsteig verlagerte. Im weiteren Verlauf soll der 24-Jährige einen 22-jährigen Mitarbeiter der DB Sicherheit gegen die S-Bahn gedrückt und ihn mit beiden Händen am Hals gewürgt haben. Anschließend sollen die Beteiligten zu Boden gestürzt sein.

DB-Mitarbeiterin greift zu Reizgas und muss sich verantworten

Um den Angriff zu beenden, setzte die zweite Mitarbeiterin der DB Sicherheit ein Pfefferspray gegen den 24-jährigen Angreifer ein. Dieser erlitt dadurch Reizungen der Augen und Atemwege. Auch die beiden Mitarbeiter der DB Sicherheit wurden bei der Auseinandersetzung verletzt. Sie wurden zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 24-Jährige auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei hat gegen den Angreifer ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Gegen die 46-jährige Mitarbeiterin der DB Sicherheit ermittelt die Bundespolizei ebenfalls wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.


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