München - Mit Champagner und einer Hollywood-Clique startete Frédéric Prinz von Anhalt in die letzte Wiesn-Nacht. Als schließlich die Rechnung kam, war er plötzlich allein - und musste tief in die Tasche greifen.

Am Samstagabend des letzten Wiesn-Wochenendes saß Frédéric Prinz von Anhalt in der Käfer Wiesn-Schänke. Eingeladen hatte ihn eine Gruppe von Bekannten aus Kalifornien, die er selbst als seine „Hollywood-Clique“ bezeichnet. Der Plan war ein gemeinsamer Abend auf der Wiesn. Bier trinke er nicht, also trank er Champagner, erklärte der 83-Jährige später der Münchner Abendzeitung. Nach dem ersten Glas kam dann das zweite, dann das dritte, und so weiter, und so weiter.

Was danach genau passierte, kann von Anhalt selbst nur noch in Umrissen rekonstruieren. „Ich war total besoffen“, sagte er. Sicher ist: Als die Kellnerin die Rechnung brachte, lag eine Summe von 38.000 Euro auf dem Tisch, und von seiner Gruppe fehlte jede Spur.

Warum seine Begleiter so abrupt verschwanden, weiß von Anhalt nicht. Eine Vermutung hat er aber doch: Er hatte seine American Express Centurion Card herausgezogen, die sogenannte schwarze Karte. Die aus Titan gefertigte Kreditkarte gilt als eines der exklusivsten Zahlungsmittel der Welt. Beantragen kann man sie nicht, sondern man muss von American Express persönlich eingeladen werden. Die Jahresgebühr soll nach inoffiziellen Angaben bei rund 5000 Euro liegen, hinzu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr in ähnlicher Höhe. Kurz nachdem von Anhalt die Karte auf den Tisch gelegt hatte, war die Hollywood-Clique verschwunden.

„Ich musste dann als 83-Jähriger die komplette Rechnung zahlen. Ich bin Amerikaner, natürlich habe ich dann halt bezahlt“, erzählte er der Abendzeitung. Wie genau die enorme Summe entstanden ist, weiß er allerdings nicht: Den Kassenbon ließ er am Tisch liegen oder verlor ihn auf dem Heimweg. Für seine verschwundenen Begleiter hat er jedenfalls nur ein Wort übrig: „Schweinepriester!

Frédéric Prinz von Anhalt ist der Adoptivsohn von Marie Auguste Prinzessin von Anhalt und war von 1986 bis zu ihrem Tod im Dezember 2016 mit der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor verheiratet. Einem breiteren Fernsehpublikum wurde er zuletzt durch seine Teilnahme an Realityformaten wie Kampf der Realitystars bekannt.