Würzburg - Bei Hausdurchsuchungen hat die Kripo Würzburg Marihuana, Gegenstände aus der NS-Zeit und zwei Brandgeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Geschosse wurden noch vor Ort kontrolliert gesprengt.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat am Mittwoch mit der Bereitschaftspolizei vier Wohnobjekte in Unterfranken durchsucht. Dabei stellte die Polizei neben Betäubungsmitteln, auch „Gegenstände aus der Zeit des Nationalsozialismus“ sowie Brandgranaten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sicher, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt.

Hintergrund der „intensiven Ermittlungen“, wie es im Polizeibericht heißt, waren gleich mehrere Delikte. Dazu gehören unter anderem Volksverhetzung in einer Chatgruppe und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Vereinigungen. Zudem geht es um ein Körperverletzungsdelikt. Im Visier der Ermittlerinnen und Ermittler stehen vier Männer im Alter von 17, 24 und 33 Jahren.

Mit den vier geplanten Polizeieinsätzen wurden Durchsuchungsbeschlüsse der Amtsgerichte Würzburg und Ansbach vollstreckt. Die Einsätze fanden in Roden (Landkreis Main-Spessart), Gelchsheim (Landkreis Würzburg), Mainstockheim (Landkreis Kitzingen) und einem Würzburger Stadtteil statt.

Marihuana und Gegenstände aus der NS-Zeit gefunden

Bei einer der Durchsuchungen in Würzburg stießen die Ermittlerinnen und Ermittler auf Marihuana im mittleren dreistelligen Grammbereich. In mehreren Wohnobjekten wurden außerdem „Gegenstände aus der Zeit des Nationalsozialismus“ gefunden. Was damit konkret gemeint ist, konnte eine Sprecherin auf Nachfrage nicht benennen. Auch Anscheinswaffen und Schutzbewaffnung wurden sichergestellt.

In einem Gebäude in Gelchsheim machten die Ermittlerinnen und Ermittler zudem einen Fund aus dem Zweiten Weltkrieg: Sie entdeckten zwei Brandgeschosse und zwei nicht funktionsfähige Handgranaten.

Das hinzugezogene Sprengstoffkommando machte die beiden Geschosse noch vor Ort mit einer kontrollierten Sprengung unschädlich, heißt es im Polizeibericht.

Ermittlungen laufen weiter

Die Kriminalpolizei ermittelt nun auch wegen möglicher Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz.

Die Ermittlungen gegen die vier Tatverdächtigen dauern an.


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