Torreón - Zwei frühere Schüler sollen vermummt mit Stichwaffen und Macheten in eine Schule eingedrungen sein. Eine Mitarbeiterin kommt ums Leben, mehrere Menschen werden verletzt. Die Polizei ermittelt.

Bei einem Angriff mit Stichwaffen und Macheten in einer Schule im Norden Mexikos ist ein Mitglied der Schulleitung getötet worden. Mindestens drei weitere Menschen wurden verletzt, wie die mexikanische Sicherheitsbehörde mitteilte. Die beiden mutmaßlichen Täter, ehemalige Schüler, wurden festgenommen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

„Es war ein brutaler Angriff“, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Coahuila, Federico Fernández, vor Journalisten. Die 18-jährigen mutmaßlichen Angreifer seien Brüder. „Diese beiden ehemaligen Schüler sind eingedrungen und haben Vertreter der Schulverwaltung sowie einige Schüler angegriffen“, sagte Fernández. Die stellvertretende Schulleiterin sei ums Leben gekommen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Mindestens ein Schüler soll Medienberichten nach zu den Verletzten zählen.

Schulbeamter: In der Schule befanden sich rund 170 Kinder

Laut Augenzeugenberichten setzten die Angreifer ebenfalls Knallkörper oder Molotowcocktails ein. Sie seien am Morgen (Ortszeit) vermummt eingedrungen, als eine Lehrerin die Schule in der Gemeinde Ejido La Unión in Torreón betrat, sagte ein Schulbeamter. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien rund 170 Schüler in der Schule gewesen. Schüler der Sekundarstufe sind in Mexiko in der Regel zwischen 12 und 15 Jahre alt.

Angriffe an Schulen waren in Mexiko bis vor einigen Jahren nur selten. In jüngerer Vergangenheit kam es allerdings zu mehreren tödlichen Vorfällen. Um die Sicherheit der Schulgemeinschaft zu gewährleisten, werden vielerorts die Schulranzen vor dem Betreten des Schulgeländes kontrolliert oder nur durchsichtige Taschen zugelassen.