Nürnberg - Sechs Spiele, fünf Siege, ungeschlagen: Die Fans träumen schon vom Oberhaus, doch den 1. FC Nürnberg haben nach dem Traumstart in Liga Zwei auch zahlreiche Experten auf dem Schirm.

Der Auftritt in Karlsruhe, aber auch generell der famose Saisonstart des 1. FC Nürnberg hat nicht nur viele Fans überrascht, auch zahlreiche Experten sind sichtlich beeindruckt vom Auftreten der Klose-Truppe. Die beiden Sky-Experten Torsten Mattuschka und Simon Terodde haben sich in ihrem wöchentlichen Podcast „Tusche & Terodde“ vor der Länderspielpause unter anderem mit dem Club befasst - und finden nur lobende Worte. Sie sind sich trotz der frühen Saisonphase einig: Nürnberg steigt am Saisonende in die Bundesliga auf.

So sagte Mattuschka, der nach eigenen Angaben in Karlsruhe zum erste Mal in der laufenden Spielzeit die Nürnberger 90 Minuten lang Live gesehen hat: „Willst du mich verarschen? Was ist das für eine Mannschaft? Die erinnern mich an St. Pauli unter Fabian Hürzeler. Abläufe, Automatismen, wie die Fußball spielen. Das ist eine Mannschaft, die geht hoch.“ Das habe er auch Klose gesagt, der sich bedankt habe. „Ich weiß es ist erst der sechste Spieltag, aber wenn da nicht irgendwas wildes passiert, ist das eine Truppe, die steigt zu 90 Prozent auf“, so der Ex-Kicker.

Die Gründe für den Aufschwung sind schnell ausgemacht. „Markhiev als Sechser bestimmt alles auf dem Feld, Zoma ist unglaublich, der ist herausragend, der geht ab, was ist das? Wenn die aufsteigen und der macht mehr als 15 Tore, geht der für 50 Millionen im Sommer nach England. Joti Chatzialexiou kann schon Mal die großen Koffer bestellen, die werden im Sommer vollgemacht“, adelt Tusche. Zweitliga-Rekordtorjäger Terodde stimmt ein: „Nürnberg hat total viele Waffen. Sie können Ballbesitz spielen, dann haben sie die Schnelligkeit von Zoma. Das Tandem Justvan und Becker spielt zwischen den Linien überragend und vorne haben sie den Prellbock Scobel. Sie können auch mal einfach einen langen Ball spielen, wenn sie gepresst werden. Das ist das, was viele Mannschaften nicht verteidigen können.“

Man sehe jetzt die Entwicklung, die der Club gemacht, hat ergänzt Terodde, gerade im „Offensivspiel mit viel mehr Drang zum Tor und überragender Box-Besetzung“. Wie sehr der Club inzwischen gesehen wird, hat Klose letzte Woche bei der Trainertagung in Stuttgart gemerkt. „Man merkt, dass der eine oder andere den FCN verfolgt. Das ist sehr schön. Ich habe zum Beispiel viel Positives zu unserer Art, Fußball zu spielen, gehört“, zitiert die Bild den Ex-Weltmeister. Dennoch lässt sich der Club-Coach nicht zu frühzeitigen Prognosen oder Ansagen hinreißen, vom Aufstieg will man am Valznerweiher noch nichts hören - zumindest nicht von außen.

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