
Mit zwei Anscheinswaffen haben Jugendliche in der Nähe des Münchner Oktoberfestes einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatten Passanten an der Hackerbrücke die Beamten vor Ort alarmiert.
Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Polizisten bei den Jugendlichen zwei wie Schusswaffen aussehende Gegenstände. Der 15-Jährige trug die sogenannte Anscheinswaffe demnach im Hosenbund, der 16-Jährige hielt seine in der Hand. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es zu keinen Bedrohungen gegenüber Reisenden.
Die Jugendlichen verstießen mit dem Mitführen der Gegenstände jedoch gegen die während des Oktoberfestes geltende Allgemeinverfügung der Bundespolizei. Die Beamten stellten die Scheinwaffen sicher, drohten ein Zwangsgeld an und informierten die Erziehungsberechtigten.
Erst vor wenigen Tagen hatte ein Streit zwischen einem Vater und seinem Sohn nach dem Oktoberfestbesuch über die richtige S-Bahn für die Heimfahrt hat in der Nacht an der Hackerbrücke ebenfalls einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der offensichtlich alkoholisierte 44-Jährige wollte mit der S2 nach Erding fahren - stieg dann aber irrtümlich in eine S4. Sein Sohn bemerkte dies und zog ihn wieder aus der S-Bahn, wie die Bundespolizei berichtete. Daraufhin ging der 44-Jährige auf seinen Sohn los.
Die Einsatzkräfte schritten ein und brachten den Mann zu Boden, der sich den Beamten widersetzte und sich eine Wunde oberhalb des linken Auges zuzog. Er wurde medizinisch versorgt. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Ob Vater und Sohn danach gut nach Hause kamen, wurde nicht berichtet.
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