
Bei einer Auseinandersetzung in München ist ein 44-Jähriger durch Schüsse aus einer Schreckschusswaffe im Gesicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei geriet der Mann am Freitag mit einer etwa sechsköpfigen Gruppe Jugendlicher in einen verbalen Streit. Im Verlauf des Konflikts schlug der 44-Jährige demnach einem der Jugendlichen mit der flachen Hand ins Gesicht. Daraufhin begann ein anderes Mitglied der Gruppe eine Rangelei.
In deren Verlauf soll ein Jugendlicher eine Schreckschusswaffe gezogen und aus einer Distanz von etwa 20 Zentimetern zweimal auf das Gesicht des 44-Jährigen gefeuert haben. Anschließend flüchtete die gesamte Gruppe, heißt es in der Mitteilung. Der Verletzte musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei blieb zunächst ohne Erfolg. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise.
Erst vor wenigen Tagen kam es an anderer Stelle im Freistaat zu einer Messerattacke, die tragisch enden sollte. Eine Frau war hier im Bahnhof von Rosenheim in Oberbayern mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden. Ein 27-jähriger Mann wurde unter dringendem Tatverdacht noch am Tatort festgenommen, wie die Polizei mitteilte.
Die 31-jährige Frau wurde nach dem Angriff ins Krankenhaus gebracht, erlag dort aber ihren schweren Verletzungen. Derzeit sei unklar, ob die Frau und der Mann sich gekannt hätten. Ebenso sei unbekannt, was die Frau in Bayern gemacht habe. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat. Dafür sucht sie nach Zeugen, die einen Streit in der Nacht gegen 0.50 Uhr oder früher am Bahnhof in Rosenheim beobachtet haben.
Betroffenheit nach der Tat
Der Zugverkehr war durch die Tat nicht wesentlich beeinträchtigt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die letzten Züge fuhren in Rosenheim um 0.40 Uhr und die Arbeit der Spurensicherung in einer Unterführung des Bahnhofs sei bereits beendet gewesen, als die ersten Züge am frühen Morgen wieder gefahren seien.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn äußert Betroffenheit: „Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen und Freunden der jungen Frau“. Die Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn, die zusammen mit der Bundespolizei vor Ort waren, müssten die Bilder der Nacht zunächst verarbeiten