Memmingen - Ein hitziger Streit unter Kollegen auf der Autobahn schaukelt sich hoch, der Fahrer hält an einem Autobahnparkplatz. Dort fliegen Drohungen, es folgt ein Faustschlag. War Alkohol im Spiel?

Ein Streit unter Arbeitskollegen ist auf einem Parkplatz an der Autobahn 7 bei Memmingen eskaliert. Zwei der drei Mitfahrer im Alter von 21 bis 32 Jahren gerieten am Freitag während der Fahrt in einen hitzigen Streit, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Der Fahrer steuerte daraufhin auf den Parkplatz. Dort drohte einer der beiden seinen Kollegen erst mit einer Bierflasche, dann mit einem Cuttermesser.

Nachdem er das Messer abgelegt hatte, schlug ihm sein Kontrahent mit der Faust ins Gesicht, ehe die übrigen Mitfahrer sie trennten. Der Mann wurde an Nase und Lippe verletzt und kam ins Krankenhaus. Beide Männer seien stark betrunken gewesen, hieß es. Die Autobahnpolizei ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung.

Vor wenigen Wochen kam es an einer Bushaltestelle vor einer Berufsschule in der Erlanger Drausnickstraße aus ganz anderem Grund ebenfalls zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 12.55 Uhr - so berichtet es das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung dazu - wurde dem Polizeinotruf eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen an einer Bushaltestelle vor der Staatlichen Berufsschule in der Drausnickstraße mitgeteilt. Hierbei soll nach ersten Angaben Pfefferspray eingesetzt worden sein und zudem ein Messer im Spiel gewesen sein.

Aufgrund der Mitteilung fuhren umgehend mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt sowie Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken zur Örtlichkeit. Vor Ort stellte sich heraus, dass es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Streit zwischen zwei Schülern der Berufsschule gekommen war. Im Verlauf der Auseinandersetzung setzte ein 23-jähriger Mann Pfefferspray gegen einen 19-jährigen Schüler ein. Das zunächst gemeldete Messer entpuppte sich bei den polizeilichen Ermittlungen als eine E-Zigarette, teilen die Beamtinnen und Beamten in diesem Statement außerdem mit.

Der 23-Jährige flüchtete nach dem Vorfall in Richtung des Schulgebäudes. Eine anschließende Absuche des Gebäudes verlief ergebnislos. Die Schulleitung war in die polizeilichen Maßnahmen vor Ort eng eingebunden. Eine Gefährdung für unbeteiligte Personen bestand nach aktuellem Kenntnisstand zu keinem Zeitpunkt, betont das Präsidium ausdrücklich. Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 23-Jährigen eingeleitet, heißt es zu dem Vorfall vorerst abschließend.