Holzkirchen - Ein Streit bei einer Schule eskaliert: Ein 14-Jähriger soll einen 18-Jährigen mit mehreren Stichen verletzt haben. Wie geht es dem Opfer?

Nach einer Messerattacke auf einen 18-Jährigen im oberbayerischen Holzkirchen (Landkreis Miesbach) sitzt ein 14-Jähriger in Untersuchungshaft. Dem Jugendlichen werde versuchter Totschlag vorgeworfen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war es am Montag bei einer Schule in Holzkirchen zu einem Streit in einer Gruppe gekommen. Dabei soll der 14-Jährige den 18-Jährigen mit mehreren Stichen so schwer verletzt haben, dass dieser in Lebensgefahr hätte schweben können. Angehörige brachten den Verletzten daraufhin in ein Krankenhaus und verständigten am Folgetag die Polizei. Der junge Mann konnte die Klinik inzwischen wieder verlassen.

Nach ersten Ermittlungen der Kripo Miesbach wurde der 14-Jährige als dringend Verdächtiger am Donnerstag festgenommen. Am Freitag erließ ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II Haftbefehl. Der Jugendliche wurde anschließend in ein Gefängnis gebracht, wo er nun in Untersuchungshaft sitzt.

Vor wenigen Wochen kam es an einer Bushaltestelle vor einer Berufsschule in der Erlanger Drausnickstraße aus ganz anderem Grund ebenfalls zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 12.55 Uhr - so berichtet es das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung dazu - wurde dem Polizeinotruf eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen an einer Bushaltestelle vor der Staatlichen Berufsschule in der Drausnickstraße mitgeteilt. Hierbei soll nach ersten Angaben Pfefferspray eingesetzt worden sein und zudem ein Messer im Spiel gewesen sein.

Aufgrund der Mitteilung fuhren umgehend mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt sowie Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken zur Örtlichkeit. Vor Ort stellte sich heraus, dass es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Streit zwischen zwei Schülern der Berufsschule gekommen war. Im Verlauf der Auseinandersetzung setzte ein 23-jähriger Mann Pfefferspray gegen einen 19-jährigen Schüler ein. Das zunächst gemeldete Messer entpuppte sich bei den polizeilichen Ermittlungen als eine E-Zigarette, teilen die Beamtinnen und Beamten in diesem Statement außerdem mit.

Der 23-Jährige flüchtete nach dem Vorfall in Richtung des Schulgebäudes. Eine anschließende Absuche des Gebäudes verlief ergebnislos. Die Schulleitung war in die polizeilichen Maßnahmen vor Ort eng eingebunden. Eine Gefährdung für unbeteiligte Personen bestand nach aktuellem Kenntnisstand zu keinem Zeitpunkt, betont das Präsidium ausdrücklich. Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 23-Jährigen eingeleitet, heißt es zu dem Vorfall vorerst abschließend.