Dietmannsried - Mutmaßlich Drogen im Blut, ein demolierter Wagen, leicht verletzte Kids: Warum der Familienvater nach dem Unfall nicht stoppte, sondern erst später zurückkehrte.

Ein 32 Jahre alter Autofahrer hat in Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) mit seinen beiden Kindern im Wagen einen Unfall gebaut. Wie die Polizei mitteilte, stand der Mann mutmaßlich unter dem Einfluss von Drogen. Der Mann war am Mittwoch mit seinen drei und acht Jahre alten Kindern unterwegs, als der Wagen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und sich mehrfach überschlug. Anstatt am Unfallort zu bleiben, fuhr der 32-Jährige mit dem stark beschädigten Auto zunächst nach Hause. Gegenüber der Polizei gab er später an, er habe seine Kinder so schnell wie möglich nach Hause bringen wollen.

In der Zwischenzeit war von Zeugen bereits ein Notruf abgesetzt worden. Nach Angaben der Polizei soll der Mann erst nach Drängen eines Bekannten zum Unfallort zurückgekehrt sein, wo er schließlich von den Beamten angetroffen wurde. Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten bei dem Fahrer drogentypische Auffälligkeiten. Ein Schnelltest habe positiv auf den Cannabis-Wirkstoff THC reagiert, hieß es weiter. Die Polizei ordnete eine Blutabnahme an.

Der Mann und seine beiden Kinder wurden bei dem Überschlag leicht verletzt und zur medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den 32-Jährigen wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Drogeneinfluss sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Erst vor wenigen Tagen kam es an anderer Stelle in Franken zu einem weiteren folgenschweren Zwischenfall auf der A73. Am späten Freitagabend (04. September 2026) - das macht die Verkehrspolizeiinspektion Bamberg in einer Pressemitteilung von Montagvormittag (07. September 2026) publik - war ein 45-jähriger Mann mit einem Mercedes auf der A73 in Richtung Nürnberg unterwegs. Auf Höhe Forchheim - so berichten es die Beamtinnen und Beamten in diesem Zusammenhang dann weiter - wurde er gerade von einem Mazda überholt, als er plötzlich auf den linken Fahrstreifen wechselte und dabei nicht auf den nachfolgenden Verkehr achtete.

So stieß der Mercedes mit seinem Heck links gegen den überholenden Mazda, welcher dadurch ins Schleudern geriet, nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen die Außenschutzplanke krachte. Die im Mazda sitzenden Personen - sowohl die 29-jährige Fahrerin, als auch ihr 30-jähriger Beifahrer - wurden bei dem Vorfall schwer verletzt. Beide mussten deshalb mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Mazda wurde total beschädigt und musste im Anschluss an den Unfall durch ein Unternehmen abgeschleppt werden. Der Unfallverursacher blieb unverletzt, sein Mercedes wurde nur leicht beschädigt.

Die Verkehrspolizei bedankt sich in dem Statement zudem auch bei den freiwilligen Feuerwehr Forchheim für die tatkräftige Unterstützung. Der Gesamtschaden beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf rund 40.000 Euro, heißt es von Seiten der Ermittlerinnen und Ermittlern zu dem Vorfall vorerst abschließend.

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