Erlangen - Zwei schwere Verkehrsunfälle haben sich am Mittwoch binnen weniger Stunden in Erlangen ereignet. In beiden Fällen waren Radfahrer beteiligt, die ohne Schutzhelm unterwegs waren und teils schwere Verletzungen davontrugen.

Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt war am Mittwoch mit der Unfallaufnahme von gleich zwei Unfällen betraut und ermittelt nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Zunächst kam es gegen 16.30 Uhr zu einer Kollision zweier Radfahrer: Ein 33-Jähriger befuhr den Rabenweg und übersah beim Linksabbiegen auf die Dompfaffstraße einen entgegenkommenden 52-Jährigen. Die beiden Männer kollidierten und stürzten zu Boden. Während der 33-Jährige mit Prellungen und Kratzern glimpflich davonkam, erlitt der ältere Unfallbeteiligte schwere Kopfverletzungen und musste sofort in die Chirurgie Erlangen gebracht werden. Im Zuge der Verkehrsunfallaufnahme, zu der auch ein Gutachter hinzugezogen wurde, ergab sich der Verdacht, dass der 33-Jährige Drogen konsumiert haben könnte. Ob dies unfallursächlich war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Drei Stunden später kam es an der Kreuzung Paul-Gossen-Straße und Äußere Brucker Straße zum zweiten folgenschweren Unfall an diesem Tag. Eine 15-Jährige überquerte die Paul-Gossen-Straße auf dem Radweg, obwohl die Ampel für Radfahrer Rot signalisierte. In diesem Moment kreuzte eine 58-Jährige mit ihrem Auto die Straße und erfasste die Schülerin frontal. Die Radfahrerin prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Autos und zog sich dabei einen Schädelbasisbruch zu. Sie musste ins Uniklinikum verbracht werden. Das Mädchen war, ebenso wie die beiden Radfahrer im Unfall am Nachmittag, ohne Schutzhelm unterwegs. Auch in diesem Fall wurde ein Gutachter hinzugezogen.


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