Nürnberg/Herzogenaurach - Zwei fränkische Schwimmbäder erhalten den Zuschlag, ihre Sanierung wird gefördert. Die zuständige Bundestagsabgeordnete zeigt sich erfreut über die Auswahl, bewertet das Förderprogramm aber dennoch als unzureichend.

Insgesamt fast zwei Millionen Euro fließen in die Sanierung des Nordostbads in Nürnberg (1.079.792,00 Euro) sowie in die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades Atlantis in Herzogenaurach (720.000,00 Euro). Das gab Rebecca Lenhard, Bundestagsabgeordnete für Nürnberg-Nord und Sprecherin für Digitalisierung und Staatsmodernisierung der Grünen Bundestagsfraktion, in einer Pressemitteilung bekannt. „Ich freue mich sehr über den Zuschlag für Nürnberg und Herzogenaurach. Funktionale und moderne Sportstätten und Schwimmbäder sind wichtige Orte für Sport, Gesundheit, Begegnung und soziale Teilhabe“, kommentierte die Bundestagsabgeordnete die Entscheidung.

Die Projektauswahl für die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ (SKS-Schwimmbäder) hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Donnerstag beschlossen.

Angesichts des großen Andrangs auf den Förderaufruf - rund 960 Skizzen mit einem Fördervolumen von rund 3,2 Mrd. Euro standen 250 Mio. Euro tatsächlichem Fördervolumen gegenüber – bewertet Lenhard das Programm dennoch als „unzureichend“ und begründet diese Einschätzung mit dem erheblichen Bedarf: „Das Förderprogramm ist keine nachhaltige Antwort auf diesen strukturellen Sanierungsstau. Hinzu kommt, dass eine dauerhafte Fortsetzung der Förderung für Sportstätten und Schwimmbäder nicht gesichert ist. Kommunen planen Sanierungen über Jahre, nicht über einzelne Förderrunden.“ Dafür bräuchten die Kommunen laut Lenhard eine verlässliche kommunale Finanzierungsgrundlage: „Es dürfen nicht nur einzelne Projekte, die aufwendig beantragt werden müssen, profitieren, sondern es braucht eine nachhaltige und flächendeckende Stärkung der Sportinfrastruktur.“