Nürnberg - Während das Ende dieser Arbeitswoche eher durchmischt bis kühl aussehen soll, wird am Wochenende und Montag nochmal mit schönstem Spätsommerwetter gerechnet. Und fast 30 Grad.

Der Herbst hat offiziell begonnen - zumindest dem Kalender nach. Nach dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September folgt am 23. September auch der kalendarische. Ganz verabschieden will sich der Sommer aber offenbar trotzdem noch nicht: In den kommenden Tagen könnte es noch einmal richtig heiß werden - darauf deuten zumindest einige Wettermodelle hin. Doch zunächst wird es kühler und regnerisch.

Denn wie die dpa berichtet, ziehen bereits in der Nacht zum Donnerstag, 24. September, Wolken in Bayern auf, zudem sind im Norden des Freistaats Regenschauer und auch kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Der Donnerstag sieht wenig freundlich aus: Die Meteorologen erwarten in Nordbayern starke Bewölkung, in der ersten Tageshälfte zudem Schauer von Oberfranken bis zum Bayerischen Wald.

In Oberbayern und Schwaben ist es ähnlich, der Wetterdienst erwartet wechselnde bis starke Bewölkung, in Niederbayern und im östlichen Oberbayern auch Schauer und mögliche kurze Gewitter. Die Höchstwerte werden demnach bayernweit unter 20 Grad liegen. Für Franken prognostiziert der Wetterochs „dichte Wolkenfelder und vor allem in Oberfranken auch etwas Regen“ - die Tageshöchsttemperatur liegt bei 18 Grad.

Mit dem Start ins Wochenende ändert sich der Wettertrend

Doch schon am Freitag setzt sich dann das Hoch durch, so der Wetterochs, „wobei aber noch die eingeflossene relativ kühle Luftmasse wetterbestimmend ist“. Es wird „heiter bis wolkig und niederschlagsfrei mit Höchsttemperaturen von 17 bis 18 Grad“.

„Von Samstag bis nächsten Dienstag herrscht dann sonniges und trockenes Wetter, wobei Luftmassen aus der Sahara wetterbestimmend sind“, so die Aussichten des Wetterochses. „Trotz der außergewöhnlichen Wärme in höheren Luftschichten sind die Wettermodelle mit 22 Grad am Samstag und 24 bis 26 Grad ab Sonntag bei unseren Tageshöchsttemperaturen nicht so besonders euphorisch“, schreibt Stefan Ochs. Wetter.net ist noch zuversichtlicher und spricht von 26 Grad bei Sonnenschein am Sonntag, 27. September, und von gar 28 Grad und Sonne am Montag, 28. September. Auch am Dienstag sollen uns demnach noch 27 Grad in die Spätsommersonne locken.

Wie Wetterexperte Dominik Jung gegenüber HNA erklärt, hält er Anfang Oktober einen weiteren deutlichen Temperaturanstieg für möglich. Ihm zufolge könnten im Südwesten wieder Höchstwerte von 30 oder sogar 31 Grad erreicht werden. Konkrete Aussichten für Bayern und Nordbayern liegen demnach in den Wettermodellen noch nicht vor.

Doch Jung ist weiter zuversichtlich: Seiner Einschätzung in der HNA nach könnte der Herbst insgesamt ein bis zwei Grad wärmer ausfallen als im langjährigen Mittel, heißt es. Vor allem die Modellberechnungen für den November findet Jung besonders auffällig, er schreibt: „Er soll diesmal komplett aus der Reihe tanzen - mit Temperaturabweichungen, bei denen selbst Profis kurz schlucken.“

Doch ob es so kommt oder wir doch im nassen Grau sitzen, lässt sich an dieser Stelle nicht sicher sagen, Langzeit-Wetterprognosen gelten als unsicher. Ob der November also mild und ein goldener und überdurchschnittlich warmer Monat wird - wir müssen uns gedulden.