
Die Wiesn-Sanitäter mussten am Samstag mit mehreren Tragen ausrücken: Wie die Aicher Ambulanz um kurz nach 18 Uhr berichtete, sollen die Besucherinnen und Besucher eines Fahrgeschäfts etwa fünf Minuten festgehangen haben - und das über Kopf. Als die Sanitäter zusammen mit der Polizei und der Feuerwehr vor Ort eintrafen, waren die betroffenen Personen bereits wieder auf dem Boden und außerhalb des Fahrgeschäftes angekommen. Einige von ihnen, vor allem Jugendliche, klagten über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Die Einsatzkräfte betreuten und untersuchten die Besucher vor Ort. Nach Angaben der Aicher Ambulanz konnten alle Betroffenen wieder selbstständig zurück auf das Festgelände gehen.
Für die Wiesn-Sanitäter war es ein Einsatz von vielen am ersten Tag des Oktoberfestes. Um 19.30 Uhr meldete die Aicher Ambulanz bereits 450 Versorgungen, um 22.30 Uhr wurde angekündigt, dass die Marke von 600 versorgten Patientinnen und Patienten fast erreicht gewesen sei. Der erste alkoholbedingte Notfall wurde um 15.45 Uhr vermeldet, keine vier Stunden nach dem Anstich: Ein 19-Jähriger hatte so viel getrunken, dass er nicht mehr stehen konnte. Seine Freunde alarmierten den Sanitätsdienst, der junge Mann erhielt vor Ort eine Infusion und wurde weiter untersucht.
Ein Einsatz, der den Beteiligten Sanitätern wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird, wurde zehn Minuten zuvor vermeldet: Ein 25-Jähriger aus Berlin versuchte sich im Armdrücken - und brach sich dabei den Arm. „Wir wünschen gute Besserung! Für die nächste Revanche empfehlen wir nur Daumen drücken“, schrieb die Aicher Ambulanz.
Seit 2018 ist die Aicher Ambulanz Union für den Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest verantwortlich, ihre Einsatzkräfte versorgen die Besucherinnen und Besucher auf dem Festgelände. Wie der Spiegel berichtet, können auf der Wiesn-Sanitätsstation nicht nur Blutwerte getestet und Wunden genäht, sondern Patienten, auch mit Alkoholvergiftungen, über Nacht betreut werden. Dadurch hilft das Team des Sanitätsdienstes auch dabei, die Labore und Kliniken in der Landeshauptstad zu entlasten.
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