
„Ich glaube, dass wir die erste Halbzeit sehr, sehr dominant gespielt haben, sehr konsequent waren bei Ballverlusten und schnell den Ball wieder erobert haben“, eröffnete Miroslav Klose seine Analyse auf der Pressekonferenz nach der Partie beim Karlsruher SC. Seine Mannschaft habe ein „gutes Positionsspiel gehabt“ und „clevere und gute Entscheidungen“ getroffen. „Wir haben den Gegner laufen lasen. Das war unser Ziel, das war unser Matschplan. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen“, sagte der Nürnberger Cheftrainer.
Auch mit dem Spiel nach dem Seitenwechsel war Klose zufrieden: „In der zweiten Halbzeit wussten wir, wenn wir etwas zu lange Passdistanzen haben, zu kompliziert durch die Mitte spielen, dann ist Karlsruhe da, dann sind die griffig in den Zweikämpfen.“ Die Badener hätten so zwei bis drei Ballgewinne verzeichnen können. Dennoch machte Klose seiner Mannschaft ein „Riesenkompliment“, da sie „fantastisch umgeschaltet“ habe. Außerdem lobte er die Arbeit gegen den Ball: „Du hast immer das Gefühl gehabt, dass zwei, drei Spieler mit weißen Trikots dem Ball nachjagen und ihn dann wieder schnell gewinnen.“
„Sehr souveränes Spiel
„Imponierend“ sei die Leistung gewesen, „weil das nicht immer so war.“ Mit Blick auf die vergangenen zwei Spielzeiten freute sich Klose besonders über den Auftritt seiner Mannschaft in Karlsruhe: „Wir hatten oftmals viele Schwankungen in den Spielen. Das war ein sehr souveränes Spiel von uns. Ich bin unheimlich glücklich darüber.“
Besonders freute den Cheftrainer der Treffer zum 1:0, ein „fantastisch herausgespieltes Tor.“ Klose hob angesprochen auf die Szene die Entscheidungsfindung seiner Mannschaft hervor, die den Gegner „erstmal auf die Seite bewegt“ und dann „im entscheidenden Moment trotzdem durch die Mitte gespielt“ habe: „Steil, Klatsch und dann Weiterleitung. Die Spieler wissen, wo die Mitspieler stehen. Dann kommt so ein Tor zustande, das richtig schwer zu verteidigen ist. Weil Timing da ist, weil Geschwindigkeit da ist, weil der letzte Ball perfekt kommt, sodass der Momo (Zoma, d. Red.) schräg zum Ball läuft und sich beide Ecken aussuchen kann. Das schau ich mir noch ein paar mal an heute das Tor.“