Zürich - Aufpreise fürs Pizzaschneiden, die Hintergrundbeschallung oder für den zusätzlichen Dessertlöffel: Im Urlaub lauern manchmal Gebühren, mit denen kaum jemand rechnet. Wir haben besonders kuriose Beispiele gesammelt.

Wer im Urlaub essen geht, rechnet natürlich damit, für seine Pizza, Pasta oder Getränke zahlen zu müssen - und auch die „Coperto“, die in Italien übliche Gedeckgebühr, ist den meisten Touristen bekannt. Dass aber auch ein zusätzlicher Löffel, ein Platz am Fenster oder das Aufschneiden einer Pizza auf der Rechnung landen können, dürfte viele Gäste überraschen. In Restaurants und Cafés rund um beliebte Urlaubsziele sorgen immer wieder ungewöhnliche Zusatzgebühren für Aufsehen. Wir haben einige Fälle gesammelt.

Besonders kurios ist ein Fall aus dem schweizerischen Luzern: Dort sollte ein Gast für einen zweiten Dessertlöffel zehn Franken bezahlen, umgerechnet rund 10,60 Euro. Er wollte sich mit seiner Begleitung lediglich ein Schoggi-Mousse teilen. Als er nach einem zusätzlichen Löffel fragte, wurde ihm der Aufpreis genannt. Der Gast verzichtete daraufhin auf das Dessert. Wie das Schweizer Portal Blick berichtete, räumte das Restaurant später, nachdem der Fall für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, einen Fehler ein. Eine generelle Gebühr von zehn Franken für einen zusätzlichen Löffel gebe es demnach nicht.

Teure Extras im Urlaub: Für diese Kleinigkeiten verlangen Restaurants Geld

Wer denkt „Aussicht kostet nichts“, hat sich im nächsten Fall geirrt: In Zürich etwa werden laut der Bild-Zeitung ebenfalls zehn Franken für einen besonderen Platz mit Weitblick verlangt: Wer in einem thailändischen Restaurant direkt am Fenster sitzen und den Blick auf den Zürichsee genießen möchte, zahlt dafür extra.

Auch beim Klassiker unter den Urlaubsgerichten kann es einen Aufpreis geben: der Pizza. In einem Restaurant in Kärnten werden laut österreichischen Medien 1,90 Euro für das Aufschneiden einer Pizza verlangt. Das Lokal begründet den Aufpreis mit zusätzlichen Kosten für Service und Personal.

Für die Extra-Würze können ebenso Extra-Gebühren fällig werden: In Italien wurden einem Urlauber laut der Bild 50 Cent für eine Prise Pfeffer berechnet.

Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte zudem ein Fall auf Ibiza. In einem Sushi-Restaurant wurden drei Frauen jeweils vier Euro für das Aufhängen ihrer Handtaschen an einem Tischhaken berechnet. Auf der Rechnung erschien dafür die Position „gancho bolsa“, also „Taschenhaken“. Insgesamt kamen so zwölf Euro zusammen. Nach dem Protest der Gäste wurde die Gebühr allerdings wieder gestrichen. Über den Fall berichtete unter anderem der Merkur.

Auch eine musikalische Begleitung kann den Restaurantbesuch teurer machen. Im berühmten Caffè Florian am Markusplatz in Venedig wurden einer Urlauberin sieben Euro für die musikalische Untermalung berechnet. Auf ihrer Rechnung standen neben den Getränken und Speisen zusätzlich die Kosten für das Orchester. Laut der Bild spielten dort drei Musiker. Solche Gebühren sind zwar eher selten, in manchen Ländern aber durchaus bekannt. In Brasilien gibt es beispielsweise den sogenannten „Couvert artístico“, einen Aufpreis für Live-Darbietungen.