
Am Freitagvormittag, 18. September, gegen 11 Uhr, wurde die Polizei aus Mittelfranken darüber informiert, dass sich Menschen aus dem familiären Umfeld einer 45-jährigen Frau aus Nürnberg Sorge um diese machen würden, da sie diese nicht erreichen konnten. Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, fuhr daraufhin eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West zu dem Mehrfamilienhaus in der Rothenburger Straße in Nürnberg.
In der Wohnung fanden die Beamten die Frau tödlich verletzt auf. Die Verletzungen wiesen demnach auf ein Gewaltverbrechen hin. Vor Ort konnte ein 20-jähriger Tatverdächtiger (deutsch-russischer Staatsangehöriger), der sich ebenfalls in der Wohnung befand und bei dem es sich um den Sohn der Getöteten handelt, vorläufig festgenommen werden. Die Hintergründe der Tat sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Mordkommission, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stattfindet. Vor Ort war auch eine Rechtsmedizinerin im Einsatz. Dort werden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Wann genau die Tat wohl stattgefunden hat, ist bislang noch nicht geklärt.
Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Sonntagmorgen mitteilte, wurde der Tatverdächtige am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Richter unterließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann, der sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt befindet.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.09. um 11.06 Uhr aktualisiert.
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