Sommer 2026
Sommer, Sonne, leere Zimmer? Reise-Flaute an mehr als einem beliebten Urlaubsziel
18.09.2026, 12:37 Uhr
Nahost-Krise, hohe Preise und politische Spannungen setzen dem Tourismus zu: In mehreren beliebten Urlaubszielen gehen 2026 die Gästezahlen zurück - und Hotels reagieren teils mit Rabatten.

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1/11 - Weiße Sandstrände, türkisblaues Meer und fast ganzjährig warme Temperaturen: <b>Zypern</b> gilt eigentlich als sichere Bank für den Sommerurlaub. Doch 2026 gehen die Besuchszahlen deutlich zurück. Nach Angaben des Statistischen Amts Zyperns kamen im August 581.880 Touristen auf die Insel – 3,3 Prozent weniger als im August 2025. Von Januar bis August liegt das Minus sogar bei sieben Prozent. © IMAGO/STR/IMAGO/NurPhoto

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2/11 - Besonders deutlich ist der Rückgang im deutschen Markt: Im August reisten rund 25.800 Deutsche nach <b>Zypern</b>, 6,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Ein Grund für die Zurückhaltung ist die angespannte Lage im Nahen Osten. Zwar liegt Zypern geografisch deutlich entfernt von den unmittelbaren Kriegsschauplätzen, dennoch beeinflusst der Konflikt die Urlaubsplanung. © IMAGO/HMB Media/Heike Feiner/IMAGO/HMB-Media

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3/11 - Für Unterkünfte auf <b>Zypern</b> lagen die Preise für August bis Oktober demnach im Schnitt rund vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wie stark die Unsicherheit auf den Markt durchschlägt, zeigt sich auch bei den Buchungen: Bereits Anfang August berichtete die Cyprus News Agency, dass die Hotels für den Monat rund zehn Prozent weniger Buchungen als im Vorjahr verzeichneten und mit kurzfristigen Reservierungen sowie Rabatten auf zusätzliche Gäste hofften. © IMAGO/STR/IMAGO/NurPhoto

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4/11 - An der <b>türkischen Riviera</b> macht sich die Zurückhaltung der Urlauber ebenfalls bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2026 kamen rund 25,8 Millionen Menschen in die Türkei – 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders die Küstenregionen bekamen die Zurückhaltung zu spüren. Der Krieg im Iran und die damit verbundene Unsicherheit sorgten laut Financial Times dafür, dass Reisende ihre Buchungen aufschoben oder sich nach anderen Zielen umsahen. © IMAGO/Orhan Cicek/IMAGO/Anadolu Agency

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5/11 - Ungewöhnlich für die Hauptsaison: Die Financial Times berichtete im August, dass Hotels in <b>Antalya</b> und der <b>Provinz Muğla</b> ihre Preise senkten, um die Nachfrage anzukurbeln. Laut Daten des Analyseunternehmens Lighthouse lagen die für August bis Oktober angebotenen Übernachtungspreise in Antalya im August 2026 fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau, in der bei deutschen Urlaubern beliebten Provinz Muğla mit Orten wie Bodrum, Marmaris und Dalaman sogar acht Prozent niedriger. Gleichzeitig werden die Reisen immer kurzfristiger gebucht. Ein Reiseveranstalter berichtete der Financial Times, dass seine Sommerbuchungen für die Türkei trotz einer Belebung zuletzt noch 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. © IMAGO/Berkan Cetin/IMAGO/Anadolu Agency

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6/11 - Auch der türkische Hotelverband POYD beschreibt die Situation als schwierig. Zwar erreichte <b>Antalya</b> am 1. August mit 103.200 ausländischen Gästen an einem einzigen Tag einen Saisonrekord. Trotzdem lagen die Besucherzahlen in den ersten sieben Monaten rund sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. „Die eigentliche Frage ist nicht, ob das Hotel voll ist, sondern zu welchem Preis es voll ist“, sagte Verbandschef Hakan Saatçioğlu laut Hürriyet.de. © IMAGO/Orhan Cicek/IMAGO/Anadolu Agency

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7/11 - Auch <b>Bulgariens Schwarzmeerküste</b> hatte 2026 mit einem holprigen Start zu kämpfen. Im Juni und Juli lag die Zahl der Touristen laut Tourismusminister Ilin Dimitrov rund 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie die bulgarische News-Agentur bta mitteilt. Besonders bemerkbar machte sich der Rückgang bei den deutschen Gästen. Dimitrov zufolge fehlten zu Beginn der Saison rund 200.000 Flugplätze aus Deutschland. © IMAGO/Hussein El-Alawi/SDS/TT/IMAGO/TT

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8/11 - Inzwischen hat sich die Lage allerdings wieder stabilisiert. Der Minister erklärte im September, die schwache Frühphase sei weitgehend aufgeholt worden und die Saison dürfte am Ende ungefähr auf dem Niveau von 2025 liegen. © IMAGO/Hussein El-Alawi/SDS/TT/IMAGO/TT

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9/11 - Im Juli 2026 kamen zwar insgesamt sogar etwas mehr Urlauber auf die <b>Balearen</b> als im Vorjahresmonat. Bei Deutschlands Urlaubern zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Ihre Zahl sank um 4,1 Prozent auf knapp 598.000. Gleichzeitig legten britische Gäste um 1,4 Prozent zu, so das Mallorca Global Magazin. Spanien insgesamt läuft 2026 weiterhin stark: Die spanischen Flughäfen fertigten im August 4,7 Prozent mehr Passagiere ab als ein Jahr zuvor, so Reuters. © IMAGO/DROFITSCH/EIBNER/IMAGO/Eibner

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10/11 - <b>Japan</b> galt zuletzt als Tourismusmagnet, doch im August 2026 ist die Zahl der ausländischen Besucher überraschend deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Japan National Tourism Organization (JNTO) kamen im August rund 3,10 Millionen ausländische Gäste ins Land, 9,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Besonders stark war der Einbruch bei chinesischen Urlaubern: Ihre Zahl sank um 59 Prozent auf rund 418.000. © IMAGO/Tsutomu Fujii/IMAGO/AFLO

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11/11 - Die japanische Tourismusorganisation führt den Rückgang vor allem auf die angespannten Beziehungen zwischen <b>Japan</b> und China zurück. China hatte seine Bürger bereits Ende 2025 vor Reisen nach Japan gewarnt.
Auch aus Deutschland kamen im August weniger Besucher: Mit rund 33.700 Reisenden lag die Zahl 5,5 Prozent unter dem August 2025. © IMAGO/Tsutomu Fujii/IMAGO/AFLO
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