Nürnberg - Über 40 Prozent mehr Gäste besuchten in diesem Jahr Nürnbergs Freibäder im Vergleich zu 2026. Dennoch haben die Schwimmeinrichtungen mit Problemen zu kämpfen.

Der Herbst kommt und mit ihm geht die Freibadsaison zu Ende. Im Westbad in Nürnberg kann noch bis zum 20. September geschwommen werden. Das Stadionbad und das Naturgartenbad haben schon seit Sonntag geschlossen. Alle drei Bäder blicken in diesem Jahr auf eine sehr positive Bilanz zurück: es kamen deutlich mehr Besuchende als im Vorjahr. Insgesamt kamen laut der Stadt Nürnberg 285.000 Menschen zum Schwimmen in die Nürnberger Freibäder.

2025 waren es 197.000 Gäste. Das entspricht in diesem Jahr einem Plus von rund 43 Prozent. Damit handelt es sich um das beste Resultat seit dem Rekordsommer 2018. Die Stadt führt das auch auf den in weiten Strecken sonnigen und heißen Sommer zurück.

Der Besucherboom machte sich nicht nur an den Eintrittskassen bemerkbar, sondern auch im laufenden Betrieb. Die hohe Auslastung beanspruchte Becken und Technik deutlich stärker und führte laut Stadt zu einem erhöhten Aufwand bei Wasseraufbereitung, Frischwasserzufuhr und weiteren Betriebsmitteln. Den zusätzlichen Einnahmen durch mehr Badegäste standen deshalb zugleich steigende Betriebskosten gegenüber. Unabhängig davon weißt die Stadt auf strukturelle Probleme hin, mit denen die kommunalen Bäder weiterhin kämpfen: steigende Personal-, Energie- und Instandhaltungskosten, ein wachsender Sanierungsbedarf sowie der anhaltende Fachkräftemangel setzen viele Einrichtungen unter Druck.

Trotz der hohen Temperaturen und des zeitweise sehr großen Besucheraufkommens sei die Saison in allen drei Nürnberger Freibädern ruhig und geordnet verlaufen. Besondere Vorkommnisse oder schwere Badeunfälle seien nicht zu verzeichnen gewesen.

„Die Mitarbeitenden von NürnbergBad bewältigten auch die stark frequentierten Tage mit hoher Aufmerksamkeit, Professionalität und großem Einsatz“, bedankt sich Andreas Krieglstein, Bürgermeister und Erster Werkleiter NürnbergBad in der Pressemitteilung der Stadt. „Die Nürnberger Freibäder bieten Raum für Bewegung, Sport, Erholung und Begegnung und ermöglichen vielen Menschen eine wohnortnahe Freizeitgestaltung zu sozialverträglichen Preisen. Deshalb investiert die Stadt Nürnberg kontinuierlich in den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Bäder“, fasst er zusammen. Nach dem Ende der Freibadsaison stehen den Badegästen weiterhin die Nürnberger Hallenbäder zur Verfügung.