Nürnberg - Blut, Schweiß und Popcorn: Zum 40. Mal lädt das Fantasy Filmfest zu Horror, Grusel und schrägem Kult ins Kino – vom 16. bis 23. September in Nürnberg. Nichts für schwache Nerven, viel für starke Fans.

Genre-Fans können sich freuen: Jetzt, im September 2026, macht das Fantasy Filmfest wieder Station in Nürnberg – und begeht ein besonderes Jubiläum: Deutschlands größtes Genre-Filmfestival feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

Seit 16. bis 23. September verwandelt sich das Multiplexkino Cinecitta‘ erneut in die offizielle Spuk-Stelle für Horror, Thriller, Science-Fiction und schräge Kultfilme aus aller Welt. Insgesamt tourt das Festival im September durch sieben deutsche Städte: Den Anfang machen Berlin und Hamburg vom 2. bis 9. September, es folgen Köln, München und Stuttgart vom 9. bis 16. September. Nach der Festivalwoche in Nürnberg beschließt Frankfurt vom 23. bis 26. September die diesjährige Tour.

Insgesamt haben die Veranstalter 34 Filme im Programm, überwiegend Premieren, die meist im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt werden. Das Programm spiegelt die für das Fantasy Filmfest typische Mischung aus großem Grusel und schrägem Humor wider: Unter den ersten bestätigten Titeln finden sich unter anderem „Another World“, „Motherwitch“, „The Ones Who Grieve“, „Never After Dark“, „The Restoration At Grayson Manor“, „Unholy Night“ sowie die augenzwinkernd betitelte Produktion „Fuck My Son!“.

Unsere Tipps für das Fantasy Film Festival 2026 in Nürnberg

  • The Plague: Als „Centerpiece“ des Festivals erzählt Regiedebütant Charlie Polinger vom zwölfjährigen Ben, der im Wasserball-Sommercamp unbedingt dazugehören will – doch der fiese Cliquen-Anführer Jake macht ihm das Leben schwer und hetzt gegen den Außenseiter Eli, dem er wegen eines Hautausschlags die „Pest“ andichtet. Als Ben und Eli trotz der Ausgrenzung zusammenrücken, eskaliert Jakes Mobbingkampagne bis zum blutigen Höhepunkt bei der Discoparty. Beklemmend inszeniert, mit starken jungen Darstellern, fängt der Film das Grauen des Erwachsenwerdens und Ausgeschlossenseins schmerzhaft authentisch ein. Mit Joel Edgerton. 95 Minuten, englische OV. Wann? Sonntag, 20. September, 16.45 Uhr, Cinecitta‘
  • The Fox: In diesem bitterbösen Animationsfilm („Fresh Blood“, Deutschlandpremiere) trifft der konfliktscheue Jäger Nick auf einen sprechenden Fuchs, der verblüffend einfache Lösungen für seine Beziehungsprobleme parat hat. Regisseur Dario Russo liefert eine absurdkomische Parabel über Kontrollfantasien – irgendwo zwischen „Fantastic Mr. Fox auf Crack“ und dem Humor von „The Lobster“. Mit den Stimmen von Jai Courtney, Olivia Colman und Sam Neill. 90 Minuten, englische OV. Wann? Montag, 21. September, 19.30 Uhr, Cinecitta‘
  • The Better Me: In dieser bitterbösen Surrealkomödie („Fresh Blood“, Deutschlandpremiere) führt der vierzigjährige Alex ein eher ereignisloses Leben, das nur durch erotische Rollenspiele mit seiner Frau etwas Schwung bekommt – bis ein neuer Nachbar namens Axel einzieht, der ihm bis auf die Geheimratsecken zum Verwechseln ähnlich sieht. Das französische Regie-Duo Nicolas Charlet und Bruno Lavaine liefert eine akribisch konstruierte Komödie, die wie eine finster verdrehte Variante von „The Truman Show“ anmutet. Mit Laurent Lafitte, Blanche Gardin und Olga Kurylenko. 104 Minuten, französische OV mit Untertiteln. Wann? Mittwoch, 23. September, 14.00 Uhr, Cinecitta‘

Wichtig für alle Interessierten: Der Besuch des Fantasy Filmfest ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Neben der großen Herbstausgabe gibt es traditionell auch im Frühjahr eine kompaktere Vorschau: Die Fantasy Filmfest Nights laufen bereits seit 2005 als Nebenreihe und bringen jeweils eine kuratierte Auswahl der besten Genre-Highlights des Vorjahres auf die große Leinwand. 2026 gastiert diese Reihe vom 15. beziehungsweise 16. bis 19. April in Nürnberg, mit rund 17 Filmen inklusive Eröffnungsfilm an vier Festivaltagen. Wer dabei sein möchte, sollte seinen Festivalpass bis zum 27. März 2026 bestellen, solange der Vorrat reicht.

Ob im Frühjahr oder Herbst: Das Fantasy Filmfest hat sich über die Jahrzehnte einen festen Platz im Kalender der Nürnberger Kinoszene erarbeitet – als Treffpunkt für alle, die Ungewöhnliches, Schauriges und Fantastisches auf der großen Leinwand lieben.