Seukendorf/Fürth - Die Bäckerei Gräf aus Seukendorf hat selbst beim Amtsgericht einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Das betrifft auch drei weitere Filialen in Fürth.

Sieben Generationen im Familienbesitz, über 260 Jahre Tradition. Die Bäckerei Gräf aus Seukendorf im Landkreis Fürth kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Doch jetzt könnte das Aus drohen: Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Fürth einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Rechtsanwalt Michael Wirth aus Nürnberg wurde vom Gericht als vorläufiger Insolvenzverwalter ernannt. Künftig muss er zustimmen, wenn das Unternehmen Verfügungen erlassen will. Die Geschäftsführung bleibt damit zwar grundsätzlich im Amt, kann über das Vermögen aber nicht mehr uneingeschränkt verfügen.

Noch ist jedoch das eigentliche Insolvenzverfahren nicht eröffnet. Zunächst geht es lediglich darum, das vorhandene Vermögen zu sichern und die wirtschaftlichen Verhältnisse zu untersuchen.

Erst vor knapp einem Jahr hatte Bäckereichef Karl Gräf das Geschäft an Markus Ernst und Ingo Jablonski übergeben, nachdem er es 22 Jahre lang geleitet hatte. Neben dem Stammgeschäft in Seukendorf besitzt die Bäckerei drei weitere Filialen in Fürth: am Klinikum, an der Fürthermare und bei Obi am Annaberg.