Erlangen - Knapp 4.000 Menschen beteiligten sich im vergangenen Jahr am Erlanger Christopher Street Day, der damit die größte regelmäßig stattfindende Demo der Stadt darstellt. Die siebte Auflage des Events steht nun bevor.

„Laut.Stark.Queer.“ Das ist das Motto des siebten Erlanger Christopher Street Day (CSD), welcher am Samstag, den 19. September, stattfindet. Wie der Veranstalter #MakeYourTownQueer e.V. in einer Presseinformation mitteilte, werden abermals mehrere Tausend Menschen durch die Hugenottenstadt ziehen und gemeinsam die Stimme für Toleranz, geschlechtliche Vielfalt und die Stärkung der Rechte queerer Menschen erheben.

Am Samstag beginnt die Demo um 13 Uhr auf dem Schloßplatz. Anschließend führt die Route über den Bahnhofsplatz, durch die Friedrichstraße, vorbei am Bohlenplatz sowie über die Gebbertstraße, Schillerstraße und Universitätsstraße. Nach knapp zwei Stunden soll der Demonstrationszug wieder zum Schloßplatz zurückkehren.

Dort moderiert „Roxy Gen Love – Nürnbergs one and only Glitzerqueen“ im Anschluss ein buntes Bühnenprogramm. Der Veranstalter versprach Poetry von Cris Ortega und JJ Herdegen, Musik von den „Titty Twisters“ sowie Drag Performances von King Gorgeous und Kamilla Spiller.

Von politischer Seite wird Erlangens dritter Bürgermeister Christian Lehrmann (CSU) ein Grußwort sprechen und den Demo-Zug mit anführen. Oberbürgermeister Jörg Volleth ist am Samstag zwar verhindert, fungiert aber als Schirmherr. Diverse Organisationen, Vereine und Parteien beteiligen sich mit Infoständen.

„Für den Schutz der liberalen Demokratie“

Die Teilnehmenden, das schreibt der Veranstalter in der Pressemitteilung, setzen sich nicht nur für Akzeptanz und Abbau von Vorurteilen gegenüber queeren Menschen ein, sondern auch „für den Schutz der liberalen Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und Solidarität“ und wenden sich damit „entschlossen gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“. Daher seien nicht nur queere Menschen eingeladen, sondern alle Menschen , „die dem Erstarken antidemokratischer Kräfte entgegentreten möchten“.

Konkret nennt der #MakeYourTownQueer e.V. drei Forderungen, nämlich ein „Grundgesetz für alle“, in dem Artikel 3 erweitert wird, um die Community unmissverständlich vor Diskriminierung zu schützen, den Schutz queerer Räume und Beratungsstellen sowie wirksame Maßnahmen gegen Hasskriminalität und Hatespeech.