Nürnberg - Zum Start des neuen Schuljahres stehen in Nürnberg viele Neuerungen an. Neben neuen Baumaßnahmen und Digitalkonzepten geht es vor allem um Betreuungsangebote und gezielte Förderung.

Zum Start des Schuljahres 2026/27 setzt die Stadt Nürnberg auf neue Maßnahmen an ihren Schulen. Laut Angaben der Stadtverwaltung ist die Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen gesichert - unter anderem durch Neueinstellungen und den Einsatz von Studierenden.

Neubauten und digitale Ausstattung

Auch bei den Schulbauten stehen in diesem Schuljahr konkrete Schritte an. Die Berufliche Oberschule zieht bereits in den Herbstferien in das neue Schulzentrum an der Breslauer Straße. Zudem ist der Einzug der Henry-Dunant-Grundschule für die Osterferien 2027 geplant, während der Bau der Grundschule Lichtenreuth neu startet.

Parallel dazu läuft der digitale Ausbau weiter: Während Grundschulen bereits flächendeckend mit Laptops und Tablets versorgt sind, ziehen die Mittelschulen im laufenden Jahr nach. Um Lehrkräfte im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Phishing-Gefahren zu schulen, organisiert die Stadt im November zudem einen eigenen Online-Veranstaltungstag zur Datensicherheit.

Mehr Plätze im Ganztag und Betreuung in den Ferien

Für die Nachmittagsbetreuung stehen knapp 13.900 Plätze in Horten, Mittagsbetreuungen und Ganztagsschulen bereit. Damit erhalten rund 77 Prozent der Nürnberger Grundschulkinder ein Betreuungsangebot. Ganz neu ist eine stadtweite Ferienbetreuung für die ersten vier Klassenstufen, die an zwölf zentralen Stützpunktschulen gebündelt wird. Der erste Praxistext startet in den kommenden Herbstferien.

Unterstützung beim Berufseinstieg

Um Jugendliche nach der Mittelschule beim Schritt ins Arbeitsleben zu begleiten, setzt die Stadt auf ein digitales Übergangsmanagement. Wer bisher ohne Ausbildungsplatz daht, wird über Berufsvorbereitungsklassen aufgefangen. Mit dem neuen Programm „BVJ-Neustart“ gibt es ab diesem Schuljahr zudem drei Spezialklassen, in denen Jugendliche mit Unterstützung von Sozialpädagogen intensiver gefördert werden.

Pädagogik und Aufarbeitung von PISA

Unter dem Motto „Schule Vision 2040“ sollen künftig selbstgesteuertes Lernen und moderne Unterrichtsformen stärker im Schulalltag verankert werden. Ein neuer „Demokratie-Kalender“ bietet Lehrkräften zudem konkrete Unterrichtsimpulse für historisch-politische Bildung. Mit diesen Projekten reagiert die Stadt nicht zuletzt auf die zuletzt historisch schwachen PISA-Ergebnisse, um gezielt die Lesekompetenz und die Chancengleichheit zu stärken.