Egloffstein - In Oberfranken hat die Polizei einen Mann festgenommen, der offenbar mit Sprengstoff experimentierte. Es wurden eine Rohrbombe gefunden und mehrere „sprengstoffverdächtige Gegenstände“ sichergestellt.

Polizeibeamte aus Ebermannstadt erhielten am Donnerstag, 3. September 2026, einen konkreten Hinweis, dass ein Mann aus Egloffstein mit Sprengstoff experimentiere - sie handelten sofort. Der 38-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft, wie aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken hervorgeht.

Am Donnerstagnachmittag wandte sich demnach ein Bekannter des 38-Jährigen an die Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken. Der Mann gab an, „einen gezündeten Molotowcocktail sowie einen selbst gebastelten Böller im Bereich seines Wohnanwesens aufgefunden zu haben“, wie es in der Mitteilung heißt. Vor Ort konnten die Beamten dann ein Stück abgebrannte Wiese feststellen „sowie eine selbstgebaute Rohrbombe“. Die weiteren Ermittlungen zu dem prekären Fall übernahm in der Folge die Kriminalpolizei Bamberg zusammen mit Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamts.

Noch in derselben Nacht wurde durchsuchten die entsprechenden Beamten die Wohnung des 38 Jahre alten dringend Tatverdächtigen, der nach den ersten Erkenntnissen der eingesetzten Ermittler mit der Tat in Verbindung gebracht werden konnte, und nahmen ihn fest. In der Wohnung des Mannes stellten die Ermittler weitere, wie es heißt, „sprengstoffverdächtige Gegenstände“ sicher, die nun untersucht werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ ein Richter einen Haftbefehl wegen des Verdachts mehrerer Straftaten, die allesamt im Zusammenhang mit Sprengstoff stehen. Der Mann befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

Die weiteren Ermittlungen zu dem Fall werden sich nun unter anderem darauf konzentrieren, was der Mann mit dem aufgefundenen Material vorhatte. Er ist in der Vergangenheit nicht mit Straftaten aufgefallen und es gibt auch keine Hinweise darauf, dass er sich in extremistischen Kreisen bewegt.


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