
Am Dienstagabend, gegen 21.00 Uhr, meldete ein Verkehrsteilnehmer der Polizei einen Fahrzeugführer, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und in Schlangenlinien unterwegs sein soll. Wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht, eskalierte die Situation im Anschluss vollends. Es kam zu mutmaßlicher Nötigung im Straßenverkehr und massiver Geschwindigkeitsüberschreitung.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Beschuldigte zunächst im Bereich Landshut nach dem Umschalten einer Ampel auf Grün los, bremste jedoch nach etwa fünf Metern wieder bis zum Stillstand ab. Anschließend setzte er den Rückwärtsgang ein und fuhr bis auf etwa einen Meter an das Fahrzeug des Zeugen heran. Erst nachdem der Zeuge die Hupe betätigt hatte, hielt der Beschuldigte an und fuhr anschließend mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit weiter.
Im weiteren Verlauf soll der Beschuldigte mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 bis 90 km/h durch das Stadtgebiet Landshut gefahren sein. Auf der Wildbachstraße in Schweinbach fuhr er im Bereich einer Baustelle einem Mini sehr dicht auf, betätigte mehrfach die Lichthupe und schaltete den Warnblinker ein. Nach dem Passieren der Baustelle soll der Beschuldigte mehrfach in Schlangenlinien gefahren und wiederholt auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es dabei zu keiner konkreten Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.
Auf Höhe Gerzen soll der Beschuldigte in einem Bereich mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h mit etwa 110 km/h unterwegs gewesen sein.
Der Beschuldigte sowie sein Mitfahrer konnten anschließend durch Beamte der Polizeiinspektion Vilsbiburg in Frontenhausen angehalten und einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen werden. Gegen den 24-jährigen Fahrzeugführer wird wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr ermittelt.
Zeugenaufruf:
Die Polizeiinspektion Landshut bittet insbesondere
- den Fahrer oder die Fahrerin des betroffenen Mini
- weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Beschuldigten behindert oder gefährdet wurden
- Personen, die Beobachtungen zu den beschriebenen Fahrmanövern gemacht haben
sich bei der Polizei Landshut unter Tel.: 0871/9252-0 zu melden.
Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.