Nürnberg/Fürth - Nürnberg wird schon bald zum riesigen Scotland-Yard-Spielfeld, denn: Mister X oder auch Mrs. X ist wieder unterwegs. 19. September jagen Ermittlerteams den Flüchtigen mit Bus und Bahn durch die Stadt.

Ein Handy vibriert. Ein neuer Hinweis ist da. Irgendwo in der Stadt bewegt sich Mister X oder Mrs. X und die Zeit läuft. Während sich die Ermittlerinnen und Ermittler noch über den nächsten Schritt beraten, könnte er längst in einen Bus gestiegen sein. Oder in die nächste U-Bahn. Wer jetzt die falsche Linie nimmt, verliert wertvolle Minuten.

Was klingt wie in einem Agenten-Film, spielt sich schon bald in Nürnberg-Fürth so ab. Am Samstag, 19. September 2026, verwandelt sich der Stadtraum rund um Nürnberg und Fürth in einen riesigen Scotland-Yard-Spielplan. Der VGN und die VAG laden im Rahmen von Stadt-Land-Spielt! zur „Jagd auf Mr. und Mrs. X“ ein. Gespielt wird allerdings nicht am Tisch, sondern mitten im öffentlichen Nahverkehr. Die Aufgabe klingt simpel, ist aber alles andere als leicht: Mister X oder Mrs. X müssen gefunden werden, heißt es in der Mitteilung.

Agentenspiel in Nürnberg und Fürth: Ein ganzes Verkehrsnetz wird zum Spielbrett

Die Scotland-Yard-Zentrale befindet sich im Haus des Spiels im Pellerhaus am Egidienplatz 23. Dort bekommen die Ermittler-Teams ihr Briefing. Danach geht es dann hinaus in die Stadt. Dabei läuft die Jagd auch über Busse und Bahnen, auch Haltestellen können zu wichtigen Zwischenstationen werden. Und jeder Hinweis könnte der entscheidende sein, um den Aufenthaltsort von Mister X einzugrenzen. Gespielt wird in den VGN-Tarifzonen 100 und 200, lassen VGN und VAG wissen.

Der VGN ruft ausdrücklich selbsternannte „Agentinnen, Kommissare und Scotland-Yard-Teams“ auf, sich auf die Jagd zu machen. Wer lieber zuschaut, kann dem Kriminalrat in der Zentrale über die Schulter blicken.

Das Prinzip orientiert sich an dem bekannten Scotland-Yard-Spiel: Ein Team übernimmt die Rolle der Ermittler, während Mister X beziehungsweise Mrs. X versucht, seinen Verfolgern zu entkommen, heißt es dazu.

Über die Signal-App werden während des Spiels Standortinformationen übermittelt. Die Ermittler erhalten zu Beginn ein Briefing und erfahren dort die geltenden Spielregeln. Dann beginnt das Katz-und-Maus-Spiel quer durch Nürnberg und Fürth.

Die Jagd nach Mister X in Nürnberg und Fürth: So kannst du dich anmelden

Die Jagd findet am 19. September in zwei Runden statt. In der ersten Runde beginnt um 14 Uhr das Briefing. Ab 14.15 Uhr machen sich die Ermittler-Teams auf den Weg. Die zweite Runde startet mit dem Briefing um 16 Uhr. Pro Runde gibt es maximal 48 Plätze, gespielt wird in Sechser-Teams. Wer sich gemeinsam anmeldet, bleibt auch zusammen in einem Team, heißt es in der Mitteilung. Anmelden kann man sich hier noch bis zum 16. September.

Ganz ohne Ausrüstung sollten sich die Nachwuchsdetektive allerdings nicht auf den Weg machen. Ein Mobiltelefon gehört unbedingt dazu. Darauf sollte die Signal-App bereits installiert sein, denn über den Messenger laufen die Standortmitteilungen während der Jagd.

Auch ein gültiges Ticket ist hilfreich: VGN-Dauerkarte, Mobicard, TagesTicket oder Deutschlandticket können genutzt werden. Wer kein passendes Ticket besitzt, muss aber nicht zu Hause bleiben. Der Veranstalter stellt pro Runde für alle Teilnehmer ohne Ticket sechs Tages-Tickets Plus zur Verfügung.

Außerdem sollten die Teams mindestens 2,5 Stunden Zeit einplanen. Und eine Trinkflasche gehört ebenfalls ins Ermittlergepäck. Besonders reizvoll dürfte die Aktion für Familien sein. Der VGN kündigt die Jagd selbst als Erlebnis für „große und kleine Spürnasen“ an.

Stadt-Land-Spielt: 444 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind dabei

Die Jagd nach Mister X ist allerdings nur ein Teil eines viel größeren Spiels: Stadt-Land-Spielt! findet 2026 bereits zum 14. Mal statt. Am Wochenende 19. und 20. September steht dabei das Gesellschaftsspiel im Mittelpunkt – und zwar nicht nur in Nürnberg.

In diesem Jahr sind laut Veranstaltern 444 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei. Gespielt wird in ganz unterschiedlichen Einrichtungen – von Spieleclubs und Bibliotheken über Ludotheken und Jugendhäuser bis hin zu Spielecafés und anderen öffentlichen Einrichtungen.