
Gegen 17.15 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer der Polizei, dass auf der A9 in Richtung München ein Lastwagen brenne. Schon während der Anfahrt stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung am Fuße des Bindlacher Bergs fest.
Nach Angaben der Polizei stand zunächst der Motorraum des mit Laminat beladenen Sattelzugs in Flammen. Das Feuer griff anschließend auf den Anhänger und die Ladung über. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannte der Lastwagen vollständig aus. Durch die große Hitze schmolz das Laminat zusammen, flammte wiederholt auf und tropfte teilweise brennend auf die Fahrbahn.
Aufwendige Bergungsarbeiten
Die Einsatzkräfte bargen die Ladung mit schwerem Gerät. Dabei kam es weiterhin zu kleineren Aufflammungen im Brandschutt, die abgelöscht werden mussten. Wasser und Löschmittel wurden im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht.
Wegen der starken Rauchentwicklung sowie der laufenden Nachlösch- und Bergungsarbeiten wurden beide Richtungsfahrbahnen gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet. Die Fahrbahn in Richtung Berlin konnte gegen 20.15 Uhr wieder freigegeben werden. Die Richtungsfahrbahn München blieb zunächst gesperrt. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte sollte dort gegen 21 Uhr zumindest eine Fahrspur wieder geöffnet werden.
Da die Rauchwolke in Richtung Bindlach zog, löste die Integrierte Leitstelle eine Gefahrenmeldung für das Gemeindegebiet aus. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Der Schaden am Lastwagen und an der Ladung wird auf rund 400.000 Euro geschätzt. Neben zahlreichen Feuerwehrkräften waren der Rettungsdienst, die Verkehrspolizei Bayreuth und die Autobahnmeisterei Trockau im Einsatz. Auch das Landratsamt Bayreuth und das Wasserwirtschaftsamt waren eingebunden, weil Löschschaum in ein Regenrückhaltebecken gelangt war.
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