Nürnberg - Ein defektes Stellwerk hat bei Nürnberg stundenlang den Bahnverkehr ausgebremst. Inzwischen ist die Strecke wieder frei, doch Reisende müssen weiter mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Wer am Dienstag mit der Bahn zwischen Nürnberg und München unterwegs war, musste viel Geduld mitbringen: Ein Defekt an einem Stellwerk in Fischbach bei Nürnberg hat den Zugverkehr auf der wichtigen Strecke über Stunden erheblich beeinträchtigt. Fern- und Regionalzüge waren betroffen, Verbindungen verspäteten sich oder fielen aus.

Die Störung begann nach Angaben des Bayerischen Rundfunks gegen 9 Uhr. Wegen des defekten Stellwerks wurde ein Teil der Strecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt beziehungsweise Feucht gesperrt. Eine Prognose zur Dauer der Störung gab es zunächst nicht, auch die Ursache des Defekts war zunächst unklar.

Stundenlange Bahnstörung bei Nürnberg: ICE-Züge über andere Strecke umgeleitet

Besonders betroffen war die wichtige Verbindung zwischen Nürnberg und München. Ein Teil der ICE-Züge wurde laut Bahn über Treuchtlingen und Augsburg umgeleitet. Dadurch verlängerte sich die Fahrtzeit um rund 30 Minuten.

Auch zahlreiche Regionalverbindungen waren von der Störung betroffen. Nach Angaben der Deutschen Bahn galten die Einschränkungen unter anderem für RB 16, RE 1, RE 22 sowie die S-Bahn-Linien S 2, S 3 und S 5.

Strecke inzwischen wieder freigegeben

Mittlerweile gibt es gute Nachrichten für Bahnreisende: Die Deutsche Bahn teilte am Mittag mit, dass die Streckensperrung zwischen Nürnberg und Ingolstadt/Feucht aufgehoben wurde. Der Zugverkehr sei wieder durchgehend aufgenommen worden.

Ganz normal läuft der Betrieb allerdings noch nicht. Die Bahn warnt weiterhin vor Folgeverspätungen und vereinzelten Zugausfällen. Auch der eingerichtete Ersatzverkehr bleibt zunächst bestehen.

Reisende sollten deshalb vor der Fahrt ihre konkrete Verbindung prüfen. Aktuelle Informationen zu Verspätungen und Ausfällen gebe es laut Bahn in der Fahrplanauskunft auf bahn.de sowie im DB Navigator.