
Eine Frau aus Hessen ist auf einer Wanderung in den Tiroler Bergen vor den Augen ihrer Familie abgestürzt und tödlich verunglückt. Wie die österreichische Polizei mitteilte, war die 75-Jährige am Freitag wohl auf feuchtem Untergrund ausgerutscht.
Die Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau war mit ihrer Familie in der Geigenkamm-Gebirgskette in den Ötztaler Alpen unterwegs. Auf einer Seehöhe von etwa 2.055 Metern wanderten sie zunächst auf einem flachen Weg, der danach über eine Geländestufe talwärts führte.
Über steilen, felsigen Hang gestürzt
Die Polizei geht davon aus, dass die Frau auf dem feuchten Boden den Halt verlor, als sie die Stufe überquerte. Die 75-Jährige stürzte rund 60 Meter über einen steilen, felsigen Hang ab und blieb auf einem darunter liegenden Wandersteig liegen.
Ihr Ehemann alarmierte sofort die Rettungskräfte, und die Familie leistete Erste Hilfe. Ein Notarzt traf an der Unfallstelle ein und versorgte die Frau, bevor sie mit einem Helikopter ins Tal geflogen wurde. Trotz des raschen Rettungseinsatzes starb die Frau jedoch an ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.
Ein 24 Jahre alter Bergsteiger aus Dortmund ist zudem in den Berchtesgadener Alpen ums Leben gekommen. Wie Polizei und das Bayerische Rote Kreuz mitteilten, hatte sich der junge Mann am Mittwochabend noch bei seinem Vater gemeldet und ihm gesagt, dass es später wird. Er war demnach allein auf dem Weg zum Kehlsteinhaus.
Als er später nicht mehr erreichbar war, rief sein Vater schließlich Hilfe. Bergwacht und Polizei fanden die Leiche des 24-Jährigen in der Nacht am Beginn des sogenannten Steftensteiges auf der Kehlstein-Südwestseite. Der Bergsteiger sei erfahren und gut ausgerüstet gewesen. Der Kriseninterventionsdienst betreute den Vater.
Ein Mann ist zudem vor wenigen Tagen am Hohen Ifen an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich unterwegs und stürzt. Andere Bergwanderer verständigen die Rettungskräfte.
In den Alpen ist im österreichisch-deutschen Grenzgebiet ein 56 Jahre alter Mann aus Deutschland tödlich verunglückt. Nach Angaben der Polizei Vorarlberg wollte der Mann am Donnerstag am Hohen Ifen aufsteigen, als er über eine steil abfallende Felswand 200 Meter in die Tiefe stürzte. Die Ursache war zunächst unklar, Fremdeinwirkung gab es laut den Ermittlern nicht.
Bergwanderer in der Nähe beobachteten den Unfall und setzten einen Notruf ab. Die Einsatzkräfte konnten jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Hohe Ifen ist ein Grenzberg zwischen Vorarlberg in Österreich und dem Allgäu.
Ebenfalls am Donnerstag ist in den Alpen in Vorarlberg ein 64 Jahre alter Deutscher tödlich verunglückt. Er sei in Lech beim Abstieg von der Göppinger Hütte in Richtung Butzensee gestürzt und rund 70 Meter über einen felsdurchsetzten Hang herabgefallen, hatte die Landespolizeidirektion Vorarlberg bereits mitgeteilt.
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