
Der 1. FC Nürnberg tritt mit einem Punkt im Gepäck die Rückreise aus Kiel an. Im Holstein-Stadion ging der FCN zunächst in Führung, musste dann aber zwei Gegentreffer hinnehmen. Nach Scobels Ausgleichstreffer wäre sogar noch mehr möglich gewesen, am Ende sind Trainer und Spieler aber weitestgehend zufrieden mit dem Remis.
„Ich glaube, es war heute ein ausgeglichenes Spiel. Kiel hätte durchaus mit 3:2 in Führung gehen können, wir hatten aber auch einige Chancen auf dieses Führungstor. Im Großen und Ganzen haben die Zuschauer ein gutes Spiel gesehen“, bilanzierte Nürnbergs Cheftrainer Miroslav Klose nach dem 2:2 bei Holstein Kiel.
Torhüter Jan Reichert sah die Partie ähnlich: „Der letzte Punch in der Schlussphase hat uns leider etwas gefehlt. Insgesamt geht das 2:2 aber in Ordnung, da Kiel auch gute Möglichkeiten hatte. Es ist ein gerechtes Unentschieden. Am Ende sind wir froh, dass wir den Punkt mitnehmen und seit vier Spieltagen ungeschlagen sind“, so die Einschätzung des Kapitäns.
Lob für die Torschützen
Ein besonderes Lob verteilte Klose an seine beiden Torschützen. Über Adam Markhiev, der das zwischenzeitliche 0:1 erzielte, sagte er: „Adam bringt die Distanzschüsse gut aufs Tor, sodass der Torwart den erstmal halten muss. Das macht er natürlich gut. Sie haben den Rückraum etwas offengelassen. Das ist dann gut von uns, so etwas auszunutzen.“ Mit dem Weg von Piet Scobel, der den 2:2-Ausgleichstreffer markierte er, sei Klose „sehr zufrieden.“ Der 21-Jährige habe „noch viel Potenzial, das wir mit ihm ausschöpfen wollen. Er hat auch noch einige Dinge, die er verbessern kann.“
Scobel kam nach der Partie selbst noch einmal auf seinen Treffer, aber auch auf seine vergebenen Chancen zu sprechen: „Ich freue mich natürlich über mein Tor. Die große Chance muss ich natürlich machen, das ärgert mich. Ich habe ihn nicht ganz getroffen und habe keinen Druck auf den Ball bekommen.“
„Arbeiten Woche für Woche an unserem Spiel“
Über das Spiel selbst sagte Scobel: „Wir haben heute bei Standards zu viel zugelassen, also können wir uns über den Punkt nicht beschweren. Es wäre dennoch durchaus das 3:2 für uns drin gewesen.“
Auch nach dem schweren Auswärtsspiel in Kiel bleibt der FCN also ungeschlagen. Jan Reichert blickt deshalb positiv auf die gegenwärtige sportliche Situation: „Wir arbeiten Woche für Woche an unserem Spiel. Der gute Start tut uns natürlich gut, dennoch tun wir gut daran, auf dem Boden zu bleiben und alles richtig einzuordnen. Man braucht neben einem Selbstverständnis auch Demut.“
