Athen - Ein lauter Knall, schwarzer Rauch – Augenzeugen schildern den Moment des Absturzes. Nach zwölf unfallfreien Jahren wurde die Athens Flying Week zum Schauplatz einer Tragödie.

Bei einer Flugshow auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra rund 55 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt Athen ist ein griechischer Kampfjet abgestürzt. Die beiden Piloten des Jets vom Typ F-4 Phantom konnten nur tot geborgen werden, wie die Zeitung „To Proto Thema“ berichtete. Zur Unfallursache ist noch nichts bekannt; die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen.

„Wir hörten einen gewaltigen Knall und sahen unmittelbar danach dichten schwarzen Rauch“, sagte eine Anwohnerin gegenüber der Zeitung „Kathimerini.“ Zahlreiche Videos, die Zuschauer auf Youtube gepostet haben, zeigen den Absturz.

Rauch steigt auf, nachdem ein F-4-Phantom-Kampfflu
<p>Das abgestürzte Kampfflugzeug hatte an der jährlichen Athens Flying Week teilgenommen.</p> © -/AP/dpa

Die Athens Flying Week findet seit zwölf Jahren jeden September am griechischen Luftwaffenstützpunkt Tanagra statt. An der internationalen Flugschau nahmen dieses Jahr Dutzende Militär- und Zivilflugzeuge sowie Kunstflieger unter anderem aus Frankreich, Österreich, Spanien und Italien teil. Auch die deutsche Luftwaffe war unter anderem mit einem Eurofighter Typhoon und einem Tornado vertreten. Den Organisatoren zufolge gab es seit Bestehen der Veranstaltung noch nie einen Unfall.

Erst kürzlich war es auch in Franken zu einem Absturz gekommen - hier stand jedoch ein Gleitschirm im Mittelpunkt. Ein schwerer Gleitschirmunfall hatte im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld für einen größeren Einsatz von Rettungskräften gesorgt. Ein 62-jähriger Pilot stürzte beim Start mit seinem Gleitschirm aus rund 40 Metern Höhe ab und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich auf dem Segelfluggelände „Am Kreuzberg“ in Saal an der Saale. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken sollte der Mann mit einer speziellen Seilwinde in die Luft gezogen werden. Noch während des Startvorgangs sorgten jedoch starke Windböen für Probleme. Durch die Turbulenzen verlor der Gleitschirmflieger die Kontrolle über sein Fluggerät. Das Windenseil löste sich vom Gleitschirm, woraufhin der Pilot in einen „unkontrollierten Flugzustand geriet“, so die Polizei weiter. Kurz darauf stürzte er aus etwa 40 Metern Höhe auf das Fluggelände.

Der 62-Jährige wurde beim Aufprall schwer verletzt. Anwesende Vereinsmitglieder hätten allerdings schnell reagiert und übernahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Erstversorgung. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten daraufhin zum Unfallort aus. Eine Notärztin versorgte den Verletzten vor Ort, anschließend wurde er mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

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