
„Leute, ich hab keine Ahnung, wo ich heute Nacht schlafe. Ich hab acht Euro aufm Konto.“ Mit diesen Worten wandte sich Jasmin Tawil (44) auf Instagram an ihre rund 39.000 Follower. Die frühere GZSZ-Darstellerin meldet sich seit mehr als einer Woche mit beunruhigenden Videos aus der kroatischen Küstenstadt Rijeka und bittet darin um direkte Geldüberweisungen auf ihr Konto.
„Ich habe völlig unerwartet Wohnung und Arbeit verloren und bin aktuell ohne Zuhause und in finanzieller Not“, schreibt Tawil in ihrer Story. Schon kleine Beträge von einem oder wenigen Euro würden ihr helfen, erklärt sie. Das Geld brauche sie vor allem, um wieder für ihren Sohn da sein zu können.
Wo sich ihr siebenjähriger Sohn Ocean derzeit aufhält, ist unklar. In früheren Beiträgen deutete Tawil an, dass die Polizei das Kind erneut von ihr getrennt habe. Sie versuche, ihn zurückzubekommen, wobei das Geld ihrer Follower helfen solle. Doch die Spendenbereitschaft hielt sich offenbar in Grenzen: In einem späteren Video beschwerte sich Tawil bei ihren Fans: „Ihr habt mich auf der Straße gelassen.“
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Für Tawil ist es nicht die erste schwere Krise. Von 2005 bis 2008 spielte sie als Franziska Reuter eine der Hauptrollen in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, war mit Sänger Adel Tawil (48) verheiratet und galt als aufgehender Stern. Nach dem Ende der Ehe und ihrem Serientod verließ sie 2014 Deutschland. Es folgten Jahre auf Hawaii, wo sie wegen Arbeitslosigkeit obdachlos wurde - und schließlich in Costa Rica, wo sie 2023 von der Polizei festgenommen wurde. Ihr Vater Michael Weber bestätigte die Verhaftung damals gegenüber RTL; laut seinen Angaben wurden ihr mehrere Straftaten vorgeworfen, darunter Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Diebstahl. Anschließend wurde sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Ihr Sohn Ocean kam damals zunächst in ein Kinderheim, bevor beide nach Deutschland zurückkehrten.
Im Frühjahr 2025 folgte die nächste Krise: Laut Medienberichten sollen besorgte Nutzer sozialer Medien die Behörden wegen angeblich beunruhigender Vorfälle während eines Hotelaufenthalts alarmiert haben. Die Polizei brachte sie am 15. Mai 2025 in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung in Husum. Tawil selbst widersprach der Darstellung auf Instagram: Sie sei eingewiesen worden, weil sie in einem Hotel ein Bier getrunken habe - von Suizidgefahr könne keine Rede sein.
Wie es Tawil geht und was die Gründe für die erneute Obdachlosigkeit sind, ist nicht bekannt. Familie, Management und Behörden haben sich bislang nicht zu den Vorgängen geäußert.