Berlin/München - Jahrzehntelang war er aus der deutschen Schauspielerriege nicht wegzudenken: Denn Michael Mendl prägte die Fernseh- und Filmlandschaft - nun ist er im Alter von 82 Jahren verstorben, wie mehrere Medien berichten.

Unter Berufung auf die Agentin des Schauspielers berichtet die Süddeutsche Zeitung vom Ableben Michael Mendls. Er sei „friedlich eingeschlafen“. Wann genau er verstarb, ist derzeit nicht bekannt - auch im Internet findet man die Information „vor oder am 5. September 2026“.

Seit 2007 war Mendl mehrfach an Krebs erkrankt, darüber hat er auch öffentlich gesprochen, berichtet t-online.de. In Erinnerung bleibt der Mann, der am 20. April 1944 als Michael Sandrock im westfälischen Lünen geboren wurde, als renommierter Charakterdarsteller, der international für seine Rolle in „Der Untergang“ bekannt wurde. In dem Oscar-nominierten Film spielte er 2004 Helmuth Weidling, den General der Artillerie. 2003 mimte er im Fernsehfilm „Im Schatten der Macht“ den früheren Bundeskanzler Willy Brandt und gewann für diese Leistung im Jahr darauf die Goldene Kamera als bester Schauspieler. Mendl spielte häufig die Rollen einflussreicher Persönlichkeiten - oft stellt er auch Kriminelle oder Psychopathen dar.

Ebenso wirkte er in mehreren Episoden des „Tatorts“ mit oder in der Netflix-Serie „Dark“. Zuletzt war Michael Mendl in einer 2026 gesendeten Folge der ZDF-Serie „Ein starkes Team“ zu sehen. Wie t-online.de berichtet, habe er in insgesamt in fast 190 Film- und Fernsehproduktionen mitgearbeitet.

Zuletzt deutlich vom Krebs gezeichnet

2025 zeigte sich Michael Mendl optisch verändert, große Teile seines rechten Ohrs fehlten ihm. Im vergangenen November bestätigte das Management gegenüber Bild, dass 2024 bei dem Schauspieler Hautkrebs entdeckt worden war. Zudem hieß es: „Michael Mendl hatte im vergangenen Jahr eine Zellveränderung am Ohr und wurde operiert.“ Zuvor war Mendl aber bereits mehrfach erkrankt, berichtet t-online.de: 2007 wurde bei ihm Speiseröhrenkrebs diagnostiziert, fünf Jahre danach erhielt er eine Darmkrebsdiagnose. „Die Bestrahlungen haben Nerven geschädigt. Das schmerzt, ist aber zu ertragen. Und die rettende Darm-OP hat mein Leben auch nicht vereinfacht“, sagte er in einem Interview, das das Nachrichten- und Unterhaltungsportal zitiert. Michael Mendl hat drei Kinder und ein Enkelkind.