
Eine unerwartete Wendung beim Schulinstandsetzungsprogramm sorgt kurz vor Schuljahresbeginn für Anpassungen im Nürnberger Knoblauchsland. Bei Arbeiten am Dachstuhl des Schulstandorts Almoshof wurden überraschend Schäden an der Decke über dem ersten Obergeschoss entdeckt. Wie die Stadt Nürnberg am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gibt, mussten die dortigen Klassenräume aus Sicherheitsgründen umgehend gesperrt werden.
Die Sperrung betrifft drei Grundschulklassen der Jahrgangsstufen eins und zwei aus Almoshof und Buch. Für sie findet der Unterricht vorübergehend am Hauptstandort in Neunhof statt. Um den Schulweg zu sichern, wird die bestehende Buslinie 99 um die Haltestelle Neunhof erweitert. Auch die Mittagsbetreuung zieht nach Neunhof um. Der Standort Buch bleibt hingegen wie gewohnt für die 3. und 4. Klassen erhalten.
Mittelschule zieht als Ganzes zum Herschelplatz
Die ungeplante Belegung der Räume in Neunhof durch die Grundschüler hat wiederum direkte Auswirkungen auf die Mittelschule. Um die Jahrgangsstufen Fünf bis Neun sowie die V-Klassen nicht aufteilen zu müssen, wird die gesamte Mittelschule als Gemeinschaft am Interimsstandort Herschelplatz untergebracht. Für alle betroffenen Mittelschüler stellt die Stadt ein kostenloses VGN-Jahresticket bereit. Sobald das Gebäude an der Rollnerstraße frei wird, soll die Mittelschule dorthin umziehen.
Entwarnung für Kindergarten - langfristig Sanierung geplant
Der städtische Kindergarten im Erdgeschoss des Gebäudes in Almoshof ist von der aktuellen Sperrung im Obergeschoss nicht betroffen und kann vorerst geöffnet bleiben. Allerdings steht dem Gebäude eine umfassende Sanierung des Dachgeschosses bevor. Laut Angaben der Stadt werden die Bauarbeiten aufgrund von Planungs- und Vergabevorläufen frühestens im Juni 2027 beginnen. Wenn der Baulärm startet, muss auch die Kita vorübergehend ausweichen.
Am Hauptstandort Neunhof ist der Schulstart nach Reparatur- und Trocknungsarbeiten sichergestellt. Messungen der Raumluft gaben hier grünes Licht. Weil der Platz dort aber dauerhaft nicht reicht, fordert das Bildungsreferat nun eine grundlegende Sanierung und den Ausbau der Schule.