Nürnberg - Überraschung auf einer Nürnberger Kartbahn: Unter dem Pseudonym „Franz Antonelli“ ist ein internationaler Formel-1-Pilot an den Start gegangen und sorgte so für entzückte Mitarbeitende.

Auch während der Sommerpause in der Formel 1 fuhr Mercedes-Star Andrea Kimi Antonelli einen heißen Reifen - wenn auch zunächst undercover. Auf der Nürnberger Kartbahn Formula sorgte er Mitte August für Aufsehen.

Wie Kartbahnbetreiber Karlheinz Mohnlein in einem Interview mit nordbayern.de verrät, ging der Profi-Rennfahrer im Rahmen einer Veranstaltung des fränkischen Sportartikelherstellers Adidas an den Start. Adidas ist zudem Sponsor Antonellis und des Mercedes-Formel‑1-Rennstalls. Dort tauchte er zunächst unter dem Decknamen „Franz Antonelli“ auf.

Womöglich in Anlehnung an den viermaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der bei einem GT3-Test im vergangenen Jahr auf der Nürburgring-Nordschleife als „Franz Herrmann“ in der Zeitenliste auftauchte, um dort nicht schon am Morgen für Aufsehen zu sorgen.

Nürnberger Mitarbeiterin erkennt den Star

Einer Mitarbeiterin der Nürnberger Kartbahn fiel schließlich auf, dass es sich bei einem der Gäste um den internationalen Motorsport-Star handelte. Antonelli sorgte nicht zum ersten Mal für eine Überraschung auf einer Kartbahn: Bereits im Dezember 2025 war der junge Motorsportler im englischen Milton Keynes unter dem Namen „Henry Shovlin“ aufgetaucht. Erst nach dem Rennen bemerkten seine Konkurrenten, gegen welchen Formel-1-Star sie tatsächlich gefahren waren, so F1-insider.com.

Nürnberger Kartbahnbetreiber schwärmt von Antonelli

Der zweimalige Kart-Europameister war auf der Nürnberger Kartbahn gut 1,5 Sekunden schneller als der Rest. In der Jahresbestenliste schaffte es der frisch gebackene 20-Jährige auf Rang sieben. Sein persönlicher Trainer Sergi Ávila schaffte es auf Rang sechs. Betreiber Mohnlein schwärmt von einer „sensationellen Leistung“ des Profis auf seiner Kartbahn. „Allein die Zeit ist nicht das Wichtigste, man sollte diese nicht über - oder unterbewerten“, so Mohnlein. Stammgäste, die mit der Strecke vertraut sind und wissen, wie diese sich bei verschiedenen Temperaturen verhält, hätten natürlich einen Vorteil. Dass jemand aber ungeübt dort eine solche Zeit einfährt, sei „herausragend“, erklärt Mohnlein, der selbst im Rennsport aktiv ist.

Auch auf persönlicher Ebene war der Kartbahn-Chef angetan von Antonelli, der im Laufe der 25 Jahre Betrieb in der Kilianstraße schon einige Motorsport-Promis auf seiner Bahn begrüßte - darunter zum Beispiel auch Sebastian Vettel. Antonelli zeigte sich laut Mohnlein aufgeschlossen und freundlich: Für die Kinder gabs signierte Fanartikel und auch auf einem Gemälde im Bistro der Kartbahn verewigte sich Antonelli.

Antonelli ist derzeit Spitzenreiter in der Formel-1-Gesamtwertung und belegt Tabellenplatz 1 vor den Briten George Russell und Lewis Hamilton.