Fürth - Schon wieder leuchtet ein Fürther Brunnen neongrün: Dieses Mal wurde der Centaurenbrunnen am Bahnhofplatz von Unbekannten verunreinigt. Bei der Infra ist der Ärger inzwischen groß - und die Kripo sucht Zeugen.

Wer am Donnerstag am Fürther Hauptbahnhof unterwegs ist, dem dürfte die Farbveränderung kaum entgehen: Im Centaurenbrunnen auf dem Bahnhofplatz schimmert das Wasser auffällig neongrün. Neu ist die „farbliche Erscheinung“ in Fürth allerdings nicht: Erst Mitte August waren mehrere Brunnen im Stadtgebiet betroffen. So waren der Gauklerbrunnen am Obstmarkt, der Paradiesbrunnen in der Königswarterstraße und das Fontänenfeld in der Fußgängerzone grün eingefärbt.

Am Donnerstagmorgen teilte der städtische Betreiber, die Infra Fürth, auf Instagram die neue Verunreinigung mit. „Fürther Brunnen schon wieder grün“, heißt es dazu in einem Beitrag.

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Schon wieder grünes Wasser in Fürth - Infra lässt Wasser diesmal nicht ab

Anders als bei den vergangenen Fällen will die Infra diesmal auf eine aufwendige Reinigung verzichten. Das Wasser des Centaurenbrunnens soll nicht abgelassen werden.

Bei dem verwendeten Farbstoff handelt es sich nach Angaben der Infra um einen Stoff, der sich durch Lichteinwirkung von selbst abbaut. Die grüne Färbung soll deshalb in absehbarer Zeit wieder verschwinden. „Wir wollen der Allgemeinheit und den Fürther Bürgerinnen & Bürgern keine zusätzlichen Kosten durch Vandalismus aufbürden“, betont die Infra in dem Posting.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen der aktuellen Verunreinigung. Wer am Bahnhofplatz verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei der Kriminalpolizei unter 0911 2112-3333 melden.

Wiederholt Fälle von Farbattacken auf Brunnen in Fürth - Kriminalpolizei ermittelt

Ob die erneute Brunnen-Verunreinigung mit den Fällen aus den vergangenen Wochen zusammenhängt, ist bislang nicht geklärt. Auch damals hatte die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit einer politischen Protestaktion geprüft. Im Mai hatte die Klimaschutzgruppe Extinction Rebellion im Rahmen einer bundesweiten Aktion unter anderem in Nürnberg Brunnenwasser grün eingefärbt.

Damals sollte mit der auffälligen Farbe gegen die Gas- und Klimapolitik der Bundesregierung protestiert werden. Zum Einsatz kam der Farbstoff Uranin.

Ob die aktuelle Aktion erneut einen politischen Hintergrund hat oder ob es sich um einen davon unabhängigen Fall handelt, ist derzeit offen.