
Auf der A6 in Richtung Heilbronn hat sich zwischen der Anschlussstelle Langwasser und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd ein schwerer Unfall ereignet, das berichtet die Verkehrspolizeinspektion Feucht. Auslöser war demnach ein technischer Defekt an einem Sattelzug. In der Folge kam es zu einer Kettenreaktion mit mehreren beteiligten Fahrzeugen.
Während der Fahrt löste sich plötzlich das linke Rad der dritten Achse des Aufliegers. Das Rad rollte auf den linken Fahrstreifen und wurde dort zu einem unkontrollierbaren Hindernis für den fließenden Verkehr.
Der 56-jährige Fahrer des Sattelzugs hielt daraufhin umgehend auf dem Seitenstreifen an. Ein 37-jähriger Autofahrer, der auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war, erkannte die Gefahr zwar rechtzeitig und versuchte auszuweichen. Dabei kollidierte sein Pkw dennoch seitlich mit dem verlorenen Rad.
Kurz darauf prallte ein nachfolgender 56-jähriger Autofahrer frontal gegen das Hindernis. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Rad auf die Gegenfahrbahn geschleudert. An dem Pkw des 56-Jährigen entstand ein erheblicher Schaden. Das Fahrzeug blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen.
Massive Gefahrenlage auch auf der Gegenspur der A6
Auch in der Gegenrichtung entstand dadurch eine massive Gefahrensituation. Ein 60-jähriger Autofahrer kollidierte dort mit dem auf die Gegenfahrbahn geschleuderten Rad. Durch den Zusammenstoß wurde die Ölwanne des Fahrzeugs abgerissen. Über eine Strecke von mehreren hundert Metern verteilte sich Öl auf der gesamten Fahrbahn.
Durch den Aufprall kam das Auto außerdem nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Böschung. Anschließend überschlug sich das Fahrzeug und blieb schließlich auf der Fahrerseite liegen.
Der 60-jährige Fahrer und seine drei Mitfahrer wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Sie wurden zur medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Sattelzug sowie die Fahrzeuge des 60-Jährigen und des 56-Jährigen waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Wegen der großflächigen Verschmutzung durch das ausgetretene Öl und der anschließenden Reinigung der Fahrbahn kam es zu weitreichenden Verkehrsbehinderungen. Die Hauptfahrbahn der A6 in Richtung Waidhaus blieb für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Zusätzlich mussten am Autobahnkreuz Nürnberg-Süd die Auffahrten auf die A6 in Richtung Waidhaus gesperrt werden.
Zur Absicherung und Reinigung der Unfallstelle waren mehrere Feuerwehren aus dem näheren Umfeld im Einsatz. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 35.000 Euro.
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