
Nach einem Großeinsatz von Rettungskräften in der Nacht auf den 20. August wegen Magen-Darm-Problemen bei mehr als 30 Hotelgästen im unterfränkischen Weibersbrunn war die Ursache bislang unklar. „Das Ergebnis der eingeschickten Proben steht noch aus und wird im Laufe der nächsten Woche erwartet“, teilten das Landratsamt Aschaffenburg und die Gemeinde Weibersbrunn mit.
Jetzt ist das Norovirus bei 16 Personen der 31 Erkrankten labordiagnostisch nachgewiesen, teilte das Landratsamt Aschaffenburg mit. „Ob Noroviren allein für das gesamte Ausbruchsgeschehen verantwortlich sind, wird derzeit noch geprüft“, hieß es vom Landratsamt weiter. Die Laboruntersuchungen seien noch nicht abgeschlossen und die Befunde gingen sukzessive ein.
Die Betroffenen befanden sich nicht in Quarantäne, einigen ging es bereits nach kurzer Zeit deutlich besser, hieß es.
Unter dem Stichwort „Massenanfall von Erkrankten“ waren zig Rettungskräfte in der Nacht zu einem Hotel gerufen worden, wie die Integrierte Leitstelle mitteilte. Dort hatten Gäste Magen-Darm-Symptome beklagt, die zu einem Norovirus-Infekt passen könnten.
In dem Hotel waren zu dem Zeitpunkt rund 140 Menschen, hauptsächlich aus vier Reisegruppen, wie der leitende Notarzt sagte. Bei einer Befragung hätten 31 über Beschwerden geklagt und seien danach untersucht und teilweise mit Infusionen behandelt worden. Insgesamt seien die Symptome aber eher leicht gewesen - niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Noroviren nachgewiesen: Das sind die nächsten Schritte
Noroviren sind eine der häufigsten Ursachen für akute Magen-Darm-Infektionen. Sie sind hochansteckend und verbreiten sich rasend schnell. Die Viren können von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden. Auf welchem Weg sich die Hotelgäste angesteckt haben könnten, kann das Landratsamt eigenen Angaben zufolge derzeit nicht sagen.
Das Gesundheitsamt Aschaffenburg hatte nach dem Vorfall dem Hotel zusätzliche Hygienemaßnahmen vorgeschlagen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Landratsamt nicht. Die betroffenen Reisegruppen stammen demzufolge nicht aus der Stadt oder dem Landkreis Aschaffenburg. Das Gesundheitsamt Aschaffenburg stehe im Austausch mit den Gesundheitsämtern an den Wohnorten der Betroffenen.