
Im Rahmen einer Streifenfahrt fiel der Verkehrspolizei Aschaffenburg gegen 21:30 Uhr am Samstagabend ein Rollerfahrer auf, weil er unmittelbar vor dem Streifenwagen eine rote Ampel an einer Kreuzung passierte. In der Folge gaben sich die Polizisten mittels Blaulicht und Anhaltesignal zu erkennen, um den Fahrer zu kontrollieren. Der flüchtete laut Bericht jedoch mit überhöhter Geschwindigkeit über einen Geh- und Radweg und zwang dabei offenbar mehrere Fußgänger und Radfahrer zum Ausweichen.
Während seiner Flucht passierte der Fahrer eine weitere Streife der Aschaffenburger Polizei, die sich auf Grund eines anderen Einsatzes gerade auf einem dortigen Fahrradweg befand. Beim Versuch, den Flüchtenden zu stoppen, wurde ein Beamter am Fuß verletzt und konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Der Unbekannte setzte seine Fahrt weiter bis nach Mainaschaff fort.
Er bog in Richtung der Ankergasse ein und passierte eine Absperrung, die auf Grund einer Veranstaltung aufgestellt war. Im Bereich der Zufahrt auf das Gelände stürzte er schließlich. Ein Passant, der kurz zuvor versucht hatte ihn zu stoppen, wurde dabei leicht verletzt. Nachdem der Fahrer seine Flucht zu Fuß fortsetzen wollte, konnte der 15-Jährige schließlich durch weitere Streifen gestoppt und vorläufig festgenommen werden.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er laut Polizei an einen Erziehungsberechtigten übergeben. Der Grund für das Fluchtverhalten des Jugendlichen ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Am Roller selbst wurde ein mit Edding übermaltes Versicherungskennzeichen festgestellt. Zudem besteht der Verdacht, dass das Fahrzeug, das mit rund 70 km/h unterwegs war, technisch manipuliert wurde. Der Roller wurde sichergestellt.
Der Jugendliche muss sich nun wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Verbotenem Kraftfahrzeugrennen, Tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Kennzeichenmissbrauchs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und weiterer Delikte verantworten.
Zeugen und auch Personen, die durch das Fahrverhalten möglicherweise gefährdet oder geschädigt wurden, werden gebeten sich unter Tel. 06021/857-2230 zu melden.
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