WÜRZBURG / GROMBÜHL - Durch eine lebensgefährliche TikTok-Challenge ist es am Freitagabend in Unterfranken zu einer Vermisstensuche gekommen. Ein 23-Jähriger hatte mehrere Tabletten geschluckt und galt dann als vermisst.

Gegen 18.45 Uhr am Freitagabend, 14. August, alarmierte das Personal der Uniklinik in Würzburg die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken, nachdem ein Patient als vermisst galt, der sich womöglich in einer lebensbedrohlichen Situation befand. Wie die Polizei in einer Mitteilung von Sonntagmorgen erklärt, hatte der junge Mann eigenen Angaben zufolge vorab aufgrund einer TikTok-Challenge eine größere Menge Paracetamol eingenommen, sich vor der ärztlichen Versorgung aber aus seinem Zimmer entfernt. Einem Arzt zufolge hätte das Ausbleiben einer Behandlung zu lebensgefährlichen Organschäden führen können.

In der Folge nahm die Polizei die Ermittlungen auf und begann mit Unterstützung des Krankenhauspersonals mit der Absuche des Gebäudes. Der vermisste 23-Jährige konnte letztendlich kurze Zeit später aufgefunden und ärztlich versorgt werden. Laut Angaben der Polizei ergaben sich Hinweise auf eine mögliche psychische Ausnahmesituation - für den jungen Mann wird daher durch das Klinikpersonal eine psychologische Begutachtung und anschließende Unterbringung geprüft.

Die Polizei warnt einmal mehr vor entsprechenden lebensgefährlichen Social-Media-Trends, da diese zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führen können. Besonders an Eltern wird ein Appell gerichtet: Diese sollten das Gespräch mit ihren Kindern aufsuchen und sie vor den Gefahren dieser Trends warnen. Inhalte, die solche Trends enthalten, sollten direkt auf den Plattformen oder bei entsprechenden Meldestellen gemeldet werden. Zudem informiert die Polizei auf der eigenen Website über 5 Tipps für den Umgang mit gefährlichen Online-Challenges.


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