
Zwei Mädchen im Alter von 8 und 15 Jahren schweben nach einem Badeunfall am Heimstettener See in Lebensgefahr. Beide wurden am Samstagabend schwer verletzt in Münchner Krankenhäuser gebracht. Die Mädchen hielten sich gegen 17.40 Uhr im Uferbereich des Sees auf und spielten dort. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten sie in eine Notlage und kamen unter Wasser. Zeugen setzten einen Notruf ab.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie Helfer von Wasserwacht und DLRG bargen die Mädchen und brachten sie ans Ufer. Dort leiteten sie Reanimationsmaßnahmen ein. Bei der Rettung unterstützten auch Badegäste. Mindestens ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Kriseninterventionsteams betreuten die Zeugen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Badeunfalls dauern an.
Tragischer Vorfall in Region
Vor wenigen Wochen kam es auch in der Region zu einem besonders tragischen Vorfall. Ein sechsjähriger Junge befand sich Ende Juni gemeinsam mit seinen Eltern im Naturbad Schnaittenbach in der Oberpfalz. Am späten Nachmittag ging das Kind nach ersten Erkenntnissen unbeaufsichtigt in das Wasser, obwohl es nicht schwimmen konnte. Kurz darauf wurde der Junge vom Bademeister aus dem Wasser geborgen. Zwei Kinder machten diesen auf den bewegungslosen Jungen im Wasser aufmerksam. Gemeinsam mit einem zufällig anwesenden Arzt wurden umgehend Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Anschließend wurde der Junge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort verstarb das Kind trotz weiterer Reanimationsversuche. Tragischerweise sei jegliche Hilfe für den kleinen Jungen am Ende zu spät gekommen, berichtet das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemitteilung von Montagmittag (29. Juni 2026).
Die Polizei weist noch einmal eindringlich für ein sicheren Badeausflug darauf hin:
Schwimmkenntnisse prüfen: Gehen Sie niemals ins Wasser, wenn Sie sich nicht absolut sicher in der Tiefe und den Bedingungen des Gewässers bewegen können
Vorsicht bei fließenden Gewässern: Fließende Gewässer bergen auch für erfahrene Schwimmer Gefahren und sollten nur außerhalb des Strömungsbereich genutzt werden
Keine Selbstüberschätzung: Auch bei warmer Luft kann die Wassertemperatur zu einem Kälteschock führen, der körperliche Reaktionen wie Atemnot auslöst
Niemals allein baden: Suchen Sie zum Schwimmen immer Orte auf, an denen im Notfall Hilfe schnell verfügbar ist
Aufsichtspflicht beachten: Kinder und Jugendliche dürfen niemals ohne direkte Aufsicht eines Erwachsenen in der Nähe von Gewässern spielen
Schnelle Hilfe leisten: Bei scheinbar ertrinkenden Personen Unbeteiligte dazu holen, den Notruf wählen und möglichst von Land Hilfe leisten und ohne sich selbst in Gefahr zu bringen